27.06.2017 - 13:23

Jeder vierte Deutsche will digitale Sprachassistenten nutzen

Dank intelligenter Lautsprecher wie Amazon Echo und Google Home lassen sich Haushaltsgeräte per Sprachbefehl steuern, wenn sie mit dem WLAN verbunden sind. Ein Viertel der Bundesbürger würde dies auch gerne tun, so eine Studie.

Rund 14 Prozent der Befragten in einer Bitkom-Studie würden gerne per Stimme Verkehrsnachrichten abrufen, 13 Prozent möchten sich E-Mails oder Kurznachrichten vorlesen lassen. 11 Prozent der Befragten würden digitale Sprachassistenten einsetzen, um allgemeine Informationen von Suchmaschinen abzurufen. Ebenso viele (11 Prozent) möchten Sportergebnisse per Stimme erfahren. Jeder elfte Bundesbürger (9 Prozent) würde Waren im Internet bestellen und ebenso viele (9 Prozent) würden die intelligenten Lautsprecher nutzen, um Musik abzuspielen.

„In der Bevölkerung wird die Technik auch dank Sprachassistenten in Smartphones immer bekannter“, sagt Timm Lutter, Bitkom-Experte für Consumer Electronics & Digital Media. „Für immer mehr Menschen wird deutlich, wie digitale Sprachassistenten den Alltag erleichtern können.“

Sprachassistenten wohlbekannt

Ähnlich wie der Sprachassistent im Smartphone nehmen die Geräte die Anweisungen über eingebaute Mikrofone auf, wenn zuvor das entsprechende Aktivierungswort genannt wurde. Der Assistent antwortet per Computerstimme auf die Fragen und Befehle. Rund sieben von zehn Bundesbürgern ab 14 Jahren (69 Prozent) haben laut Befragung bereits von den digitalen Sprachassistenten gehört. Vier von zehn Befragten ab 14 Jahren (39 Prozent) können sich vorstellen, die Sprachassistenten zu nutzen. „Die Anwendungsmöglichkeiten von digitalen Sprachassistenten werden täglich mehr“, sagt Lutter. „Zukünftig werden wir Teile unserer Technik freihändig per Sprachbefehl steuern.“

Datenschutz weniger dringend

Weniger Sorgen als im vergangenen Jahr machen sich die Befragten um den Datenschutz bei den Sprachassistenten. So sagt knapp die Hälfte der Befragten (52 Prozent), die kein Interesse an einem Sprachassistenten haben, dass sie Angst haben, dass Dritte die Sprachassistenten hacken. Im vergangenen Jahr waren es noch 61 Prozent. „Wie bei jedem Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, sind entsprechende Schutzmaßnahmen sinnvoll und notwendig, etwa im Router“, sagt Lutter.

Wer die Sprachassistenten nicht nutzen möchte, nennt auch andere Gründe: Knapp die Hälfte (48 Prozent) sagt, dass sie die Sprachassistenten nicht brauchen. Jeder Fünfte (20 Prozent) möchte seine techischen Geräte generell nicht per Sprache steuern. 12 Prozent geben an, dass ihnen bereits der Funktionsumfang des digitalen Sprachassistenten im Smartphone genügt.

Für die repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat, wurden 1.007 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, darunter 824 Internetnutzer. Die Fragestellung lautete: „Haben Sie bereits von Sprachassistenten gehört?“, „Können Sie sich vorstellen, einen digitalen Sprachassistenten zu nutzen?“, „Zu welchem Zweck würden Sie einen digitalen Sprachassistenten nutzen?“ und „Warum würden Sie die ditgitalen Sprachassistenten nicht nutzen?“.

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Ressort: Mobile, Studie
Maximilian Feigl

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