04.03.2016 - 11:01

Handel international: Konzepte sind nicht einfach übertragbar

Lange Entwicklungszyklen und Prozesse verzögern die Digitalisierung im deutschen Handel. Retailer in Asien sind da weiter. Warum die Konzepte nicht einfach übertragbar sind erklärt der taiwanische Technologiehersteller Advantech.
Auf der EuroCIS zeigte Advantech an seinem Stand diverse Lösungen aus dem eigenen Haus.

Mit seinen Lösungen wie Selbstbedienungs-Kiosken, Digital Signage, intelligenten Spiegeln, digitalen Menütafeln, Mobile POS und Touch-Displays zählt Advantech in Asien zu den führenden Anbietern eingebetteter und digitaler Lösungen. Aus dieser Position heraus hat der Konzern detaillierte Einblicke in die Shopping-Welt Südostasiens. Seit einiger Zeit ist er mit eigenem lokalen Vertriebsteam und diversen Partnern auch auf dem europäischen Markt aktiv. Dabei fielen einige wichtige Unterschiede auf.

So arbeiten viele Händler und Märkte in Asien intensiv mit Kameras – für die Sicherheitsüberwachung etwa oder zur Messung von Besucherströmen. Auch in den Lösungen von Advantech sind dort oft Kameras verbaut. So können zum Beispiel Digital Signage Lösungen den Retailer bzw. Werbetreibenden dahin gehend zu unterstützen, dass erkannt werden kann , wie viele Passanten gerade vor den Displays stehen, welcher Altersgruppe sie angehören oder welches Geschlecht sie haben. So lässt sich gezielte Werbung ausspielen oder automatisierte individuelle Beratung anbieten.

Intelligente Spiegel

Eine ganz besondere Möglichkeit bietet sich hier, wenn dies mit einem Spiegel in Verbindung gebracht wird. Denn zeigt ein normaler Spiegel immer nur die Seite, die Verbraucher ihm gerade hinhält, kann die eingebaute Kamera vorher aufgenommene Bilder ebenfalls anzeigen. So ermöglich es das System dem Kunden, sich gleichzeitig von vorne, der Seite und von hinten zu betrachten. Er erhält somit einen Rundumblick auf seinen neuen Look. Mit der passenden Technologie – die die Partner von Advantech auch im Angebot haben – können sogar weitere Kleidungsstücke im Spiegel virtuell anprobiert werden. Auf diese Weise erlebt der Verbraucher eine vollkommen neue und bisher noch nicht bekannte Shopping-Experience, die sich auch in den Verkaufszahlen niederschlägt.

Während die Konsumenten in Südostasien keine Probleme mit der ständigen Präsenz der Videokameras haben, sind speziell in Deutschland im Handel und beim Verbraucher noch große Bedenken festzustellen.

Unterschiede wirken in beide Richtungen

Doch diese Unterschiede sind keine Einbahnstraße. So zeigte sich etwa C.H Wu, Vizepräsident der Intelligent Service Group bei Advantech Co., Ltd., überrascht über den Einsatz von Self-Checkout-Systemen in der Schweiz. In Taiwan, erklärte er, sei diese Art des Self-Service noch kein großes Thema.

„Nicht alles was in Asien umgesetzt ist wird in Europa akzeptiert. Der Einsatz von Kameras ist immer ein Thema, auch dort wo man den Besucherstrom über eine Kamera messen will. Als weltweiter Hardware-Hersteller von Touch-Terminals bedenken wir dies und erarbeiten mit unseren IT-Partner intelligente Lösungen für Anwendungen am POS.“ Axel Berger, Marketing & Business Development Manager im Intelligent Retail Sector bei Advantech-DLoG.

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