14.11.2018 - 11:21

Deutsche Mobile-Nutzer surfen täglich mit dem Smartphone

91 Prozent der deutschen Mobile User sind täglich mit dem Smartphone im mobilen Internet, bei einem Großteil der jungen Nutzer sind es täglich über zwei Stunden. Dies zeigt die aktuelle G+J e|MS Mobile 360° Studie.

Für die siebte Ausführung der repräsentativen Opens external link in new windowG+J e|MS Mobile 360° Studie wurden erneut 1.141 deutsche Smartphone-Nutzer zu ihrem Gebrauch von Smartphones und Tablets sowie deren Einfluss auf die sonstige Mediennutzung und das generelle Verbraucherverhalten befragt. Zudem untersucht die Studie erstmals auch Trend-Angebote wie Smart Speaker und Podcasts. Frank Vogel, Sprecher der Geschäftsleitung G+J e|MS: „Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass die Verbraucher ihr Handy quasi ständig im Blick bzw. zur Hand haben, was Mobile Advertising zu einer der persönlichsten Formen der Markenkommunikation macht. Noch näher dran an den Kunden geht es kaum: Mobile ist der Push-2-Commerce-Kanal schlechthin! Und dank AdSpecials, Native oder Data sind der Kreativität bei der mobilen Kundenansprache keine Grenzen gesetzt – wichtig für die User-Akzeptanz ist dabei aber immer eine klare Kennzeichnung der Werbung.“

Der Studie zufolge nutzen 91 Prozent der Mobiler das Smartphone (mehrmals) täglich für den mobilen Internetzugriff – egal, wann und wo. Bei jeweils 36 Prozent der Befragten geht der Griff in den ersten 10 Minuten nach dem Aufwachen bzw. letzten 10 Minuten vor dem Einschlafen zum Smartphone. Doch auch wenn für 75 Prozent der Mobiler die Vorteile des Handys überwiegen: Über alle Altersgruppen hinweg wünscht sich eine Mehrheit gleichzeitig weniger Smartphone-Präsenz und damit mehr Entschleunigung im Alltag.

Was auf die Ohren: Podcasts und Smart Speaker

Bei der mobilen Internetnutzung spielt neben dem Informationsbezug auch der Unterhaltungsaspekt eine wichtige Rolle – beispielsweise mittels entsprechender Anwendungen. So kennen 90 Prozent der Befragten Podcasts und bereits 44 Prozent hören sie mindestens gelegentlich – besonders beliebt sind sie bei den 20- bis 39-Jährigen. Die Nutzung erfolgt in den meisten Fällen (66 Prozent) mit Hilfe einer App auf dem Smartphone oder Tablet. Die mit Abstand beliebteste Podcast-App ist Spotify mit 46 Prozent. Insgesamt zählen schon 48 Prozent der User zu den Abonnenten von Podcasts, wobei die Mehrheit sich auf wenige Angebote konzentriert: 35 Prozent haben ein bis zwei Podcasts abonniert, bei 26 Prozent sind es drei bis vier.

Smart Speaker sind 82 Prozent der Befragten bereits bekannt und 15 Prozent nutzen sie schon. Ein weiteres Drittel kann sich eine Nutzung in naher oder ferner Zukunft vorstellen, 52 Prozent allerdings gar nicht. Die Mehrheit der User steht den Smart Speakern damit noch skeptisch gegenüber – sei es, weil sie die Technik noch nicht für ausgereift genug halten, unerwünschte „Mithörer“ befürchten oder grundsätzliche Datenschutz-Bedenken haben. Die Early Adopter der Smart Speaker haben allerdings Spaß an der Benutzung (64 Prozent) und wünschen sich, dass zukünftig noch mehr Geräte darüber ausgesteuert werden können (71 Prozent).

Social Media: Nutzung ja, aber durchaus kritisch

Der Bezug von aktuellen Nachrichten ist ein wichtiger Treiber bei der mobilen Internetnutzung über das Smartphone, wobei die mobilen User bei der Auswahl der Nachrichtenquelle durchaus kritisch sind: So sehen 63 Prozent Soziale Netzwerke als besonders anfällig dafür an, gezielt als Plattform zur Verbreitung von Fake News genutzt zu werden. In der Folge vertrauen 72 Prozent Informationen aus journalistischen Medienangeboten eher als Social Media.

Insgesamt gehen 53 Prozent der User mobil ins Internet, um Social Media-Angebote zu nutzen – allen voran WhatsApp (93 Prozent), gefolgt von Facebook (65 Prozent), Instagram (43 Prozent) und YouTube (38 Prozent, jeweils (sehr) häufige Nutzung). Vor allem die unter 30-Jährigen sind in Social Media sehr aktiv, wobei ihre Präferenz neben WhatsApp mittlerweile verstärkt bei Instagram (2017: 55 Prozent, 2018: 70 Prozent) liegt, während die Facebook-Nutzung im Vergleich zum Vorjahr von 71 Prozent auf nunmehr 56 Prozent deutlich zurückgegangen ist – sicherlich auch eine Folge des Datenskandals rund um Cambridge Analytica.

Das Smartphone als persönlicher Einkaufsberater

Darüber hinaus dient das Smartphone nach wie vor als wichtiger Begleiter vor dem und beim Einkauf: Für 44 Prozent ist es die als erstes genutzte Informationsquelle zu Produkten und Dienstleistungen. 27 Prozent rufen damit vor Ort weitere Informationen über interessante Produkte im Geschäft ab und 26 Prozent vergleichen direkt im Geschäft mobil die Preise.

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Ressort: Mobile, Studie
Maximilian Feigl

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