28.10.2013 - 16:56

Interview: Das größte Potenzial liegt bei Augmented Reality

Neue iPads, zwei Nokia Lumia Phablets, eine zweite Generation des Surface von Microsoft – auf dem Markt für mobile Endgeräte ist viel los. Georg Schweighofer von Qualcomm wirft im Gespräch einen Blick auf zukünftige Entwicklungen.
"Die Erfahrung hat gezeigt, dass verfügbare Leistung auch sofort genutzt wird und die Endgeräte benutzerfreundlicher und somit attraktiver macht," erläutert Georg Schweighofer, Director of Marketing bei Qualcomm.

Viele der Geräte der neuesten Smartphone-Generation laufen mit einem Snapdragon-Prozessor des Technologieherstellers Qualcomm. Doch das Unternehmen produziert wesentlich mehr als nur Chipsätze für mobile Geräte. Mit der Toq Watch, die als zweites Display eines Smartphones konzipiert ist, ist das Unternehmen auch selbst im Bereich der Gadgets tätig. Georg Schweighofer, Director of Marketing bei Qualcomm, gibt im Gespräch Ausblicke auf die Zukunft der mobilen Geräte.

Ein breiteres Sortiment an Geräten

„Das Smartphone ist schon heute unser ständiger Begleiter und Kommunikationszentrale – ohne gehen wir nicht oder nur ungern aus dem Haus. Daher ist es nur wahrscheinlich, dass weitere Funktionen folgen werden, z.B. aus Bereichen wie Augmented Reality, mobile Health oder NFC. Dabei sind im Laufe dieses Jahres die Grenzen zwischen klassischem Smartphone und Tablet verwischt. Es gibt mittlerweile Mega-Smartphones und Mini-Tablets in allen Größen und Preislagen“, erklärt Schweighofer.

Hierzu gesellen sich immer mehr Gadgets, wie die Smartwatches von Sony und Samsung. Oder eben die Toq, dem Technologie-Showcase von Qualcomm. Dabei sei es generell wichtig, den Lifestyle und das mobile Nutzerverhalten der Kunden stets im Blick zu haben.

Location-based Services

Was in den letzten Jahren bereits zu einem Standard-Feature bei Smartphones geworden sei, ist die satellitenbasierte Positionsbestimmung, so Schweighofer. Dabei wird inzwischen neben GPS auch das russische Glonass-System unterstützt, wodurch Positionsangaben noch schneller und genauer gewonnen werden können. „Die Hersteller haben ihre Hausaufgaben gemacht“, fasst Schweighofer zusammen. „Viele Apps verwenden diese Informationen bereits, und weitere werden folgen.“

Augmented Reality

Auch zum Thema Augmented Reality macht man sich bei Qualcomm Gedanken. Anstatt sich aber nur auf Google Glass zu konzentrieren, wählt Schweighofer einen umfassenderen Ansatz. „Moderne Smartphones besitzen schon heute etwa 12-18 Sensoren“, führt er aus. „Mittels AR können wir diese Information mit aktuellen, auf uns zugeschnittenen Informationen – lokal und aus der Cloud -anreichern und, sozusagen als „digitaler 6. Sinn“, einfach und verständlich aufbereiten und darstellen.“

Mit dem „digitalen sechsten Sinn“ meint er die Vernetzung des Menschen mit seiner Umgebung. Dazu brauche es verschiedene Technologien, die zusammenspielen müssen. Das Spektrum reiche von standardisierter Kommunikation über umfangreiche Sensorik bis hin zur nötigen Rechen- und Grafikleistung für unterschiedlichste Applikationen. Hier gebe es ein riesiges Potenzial.

Die Cloud kann nicht alles

Was die Cloud betrifft, sind aber auch Grenzen gesetzt. Zwar sehen hier manche die Möglichkeit, die Rechenleistung komplett aus dem Gerät auszulagern. Bei Qualcomm ist ist man da etwas skeptischer: „Ich sehe die mobilen Endgeräte nicht als „intelligentes Display“. Wie vorher schon am Beispiel von Augmented Reality gezeigt, bringt gerade die optimale Verzahnung von lokalen Informationen und mit Daten aus der Cloud den entsprechenden Mehrwert für den Benutzer“, erklärt Schweighofer.

Funktionen wie Sensordaten erfassen, Bestimmung der Position via GPS, optimale Mobilfunkanbindung, Kamera, graphische Darstellung, und mehr würden sich nicht von der Cloud allein erfüllen lassen und erfordern somit die entsprechende Performance bei den Endgeräten und Chips. „Bei jedem Leistungssprung ist aber der Schlüssel ein entsprechend geringer Stromverbrauch und damit lange Batterielaufzeit. Dies erreicht man nur durch nahtlose, höchste Integration von allen Funktionen, wie z.B. CPU, Grafikeinheit, Multimedia, GPS, schnelle Funkverbindung, etc.“

posten in:


Ressort: Geräte, Topnews
Maximilian Feigl

,,

Kompendium Location Technologies and Services

Eine Übersicht über aktuelle Technologien, Marketingstrategien und Servicelösungen in der Verbindung von realer und Online-Welt. Mit dabei sind Unternehmen wie CCV, Cinram, Coca Cola, Epson, Ingram Micro, LANCOM Systems, Osram und PAYBACK.
Opens external link in new window...mehr

GFM Nachrichten ePaper

GFM Nachrichten ePaper

Nächste Veranstaltungen

Keine Artikel in dieser Ansicht.