10.01.2018 - 10:50

Boom bei Kundenbindungsprogrammen im deutschen Handel

Kundenbindungsprogramme werden immer beliebter: Händler bringen laufend neue Initiativen an den Markt und gewinnen weitere Teilnehmer. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Markt-Studie von netzwerk-handel und Ingenico.

„Aktuell kommt Monat für Monat ein weiterer Handelsfilialist hinzu, der mit einem eigenen Programm Premiere feiert“, so Stefan Schneider, Inhaber von netzwerk-handel und Autor und Herausgeber der Markt-Studie. „Das betrifft nicht nur traditionell kundenkarten-affine Handelsbranchen, sondern es geht quer durch alle Branchen des Handels. Selbst neue Segmente rücken jetzt in den Fokus, etwa Back-Filialisten oder Handelsgastronomie“, so Schneider.

Kundenkarte bleibt Nr. 1

Bei den überregional oder bundesweit vertretenen Filialunternehmen setzen laut Studie 72,6 Prozent aller Unternehmen auf eine Plastikkarte. Dies gilt gleichermaßen für bestehende und für neu eingeführte Programme. 15,8 Prozent der Filialisten verzichten dagegen auf eine physische Karte und gewinnen den Kunden per Registrierung und Identifizierung. Bei den regional verbreiteten Händlern zeigt sich dasselbe Bild: Hier setzen 72,8 Prozent der in der Untersuchung erfassten regionalen Handelsunternehmen auf das Instrument der Karte. Auf Platz 2 liegt bei diesen Händlern allerdings die Stempelkarte mit einem Anteil von 17,6 Prozent, entweder klassisch in Papierform oder auch schon als digitale Stempelkarte.

Auch Kundenbindungsprogramme, die Partner lediglich für einen kurzen Zeitraum zusammen bringen, gewinnen an Zulauf. „Sie werden von Händlern als Test genutzt, um Erkenntnisse zu sammeln, bevor sie sich endgültig für ein Kooperationsmodell oder ein eigenes Kundenbindungsprogramm entscheiden“, so Schneider. Das lässt sich sowohl bei Shopping Cards, die von Publikumszeitschriften auf den Markt gebracht werden, als auch bei Aktionen rund um händlereigene Kundenbindungsprogramme feststellen.

Verbundgruppen und Franchise-Systeme mischen mit

Handelsunternehmen, die über keine einheitliche Filialstruktur verfügen, taten sich lange Zeit schwer mit Kundenbindungsprogrammen. Inzwischen stellen aber die Zentralen der jeweiligen Verbundgruppe oder des Franchise-Systems den angeschlossenen mittelständischen Partnern ein komplettes Angebot für ein Kundenbindungsprogramm zur freien Verfügung. In so unterschiedlichen Branchen wie Parfümerien, Uhren/Schmuck, Unterhaltungselektronik, Bau- und Gartenmärkte, Tierbedarf, Foto, Naturkost oder Sport sind auf diese Weise Kundenbindungsprogramme „bei teilnehmenden Händlern“ im Einsatz.

Die gesamte Studie sowie die zugehörige Markt-Datenbank mit einer Erfassung der Kundenbindungs-Systeme aller bundesweiten und überregionalen Handelsfilialisten können unter Opens external link in new windowwww.netzwerk-handel.net bezogen werden.

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Ressort: Marketing, Studie
Maximilian Feigl

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