01.03.2016 - 10:12

Adobe und Mobile Effects: Wie mobil ist Deutschland?

Aktuelle Zahlen des „Adobe Digital Index“ und die neue „Mobile Effects“-Studie der ForwardAdGroup geben erneut Einblicke in das mobile Verhalten deutscher Konsumenten. Dabei kommen deutliche Verhaltensmuster zu Tage.

Der Opens external link in new window„Adobe Digital Index“ betrachtet Deutschland im internationalen Vergleich und stellt die Frage „Wie mobil ist Deutschland?“ Dabei landet die Bundesrepublik im Mittelfeld der untersuchten Länder. So stammen hierzulande ein Drittel (32 Prozent) der Website-Aufrufe von mobilen Geräten. Beim Spitzenreiter Saudi-Arabien hingegen sind es 62 Prozent. Auf Platz zwei im weltweiten Vergleich – und somit Platz eins in Europa – landet Irland mit 49 Prozent. Platz drei teilen sich Japan und die Philippinen mit jeweils 47 Prozent. Deutschland landet auf Platz 18. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 37 Prozent mobiler Webseitenaufrufe. Zu den mobilen Schlusslichtern zählen Brasilien (28 Prozent) und die Tschechische Republik (22 Prozent). Untersucht wurden insgesamt 26 Länder.

„Insgesamt sollten die Ergebnisse des aktuellen ADI ein Weckruf für die Unternehmen in Europa sein“, erklärt Tamara Gaffney, Principal Analyst Adobe Digital Index. „Sie müssen endlich akzeptieren, dass Mobilgeräte strategische Priorität besitzen und sie mit den Entwicklungen der mobilen Verbrauchergewohnheiten Schritt halten müssen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“

Ein Blick auf den deutschen User

Was die Deutschen nun genau mit ihren Smartphones und Tablets anstellen beleuchtet die Opens external link in new window„Mobile Effects“-Studie der ForwardAdGroup. Ihr zufolge besitzen 80 Prozent der deutschen Internetnutzer ein Smartphone und 54 Prozent ein Tablet. Dabei zeichnet sich eine Arbeitsteilung der Geräte im Tagesverlauf des Users ab: tagsüber wird das Smartphone genutzt (besonders zwischen 17 und 20 Uhr), zwischen 20 und 23 Uhr das Tablet. Dabei nutzt über ein Drittel der Befragten ihr Smartphone oder Tablet mindestens 60 Minuten oder länger pro Tag. Auf 120 Minuten täglich oder mehr kommen 17 Prozent der Smartphone- und 15 Prozent der Tablet-Nutzer.

Bei der Nutzung wird neben Social Media und Messaging besonders das Einkaufen über die mobilen Geräte immer beliebter: 57,2 Prozent der Tablet- und 38,6 Prozent der Smartphone-Nutzer haben schon einmal mobil eingekauft. Besonders beliebt sind dabei Kleidung und Schuhe sowie Bücher und Elektrogeräte. IN allen Kategorien wird übrigens das Tablet in deutlich häufiger genutzt als das Smartphone – einzige Ausnahme sind Rabattgutscheine, hier haben Handys die Nase wenige Prozentpunkte vorne.

Der PC hat noch nicht ausgedient

Daneben vergleichen 58,4 Prozent der Befragten vergleichen Preise ihrer Wunsch-Produkte auf dem Tablet und 44,7 Prozent auf dem Smartphone. Liegen die geplanten Anschaffungen über einem Wert von 50 Euro greift der Großteil immer noch auf den PC zurück. Als Gründe hierfür gaben die befragten an, dass sie sich durch den größeren Screen detaillierter informieren, großflächige Produktbilder betrachten und den Kauf generell gründlicher abwägen können.

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