14.03.2016 - 11:42

6 Tipps für erfolgreiches Testing von Apps und Webseiten

Nur wenn Apps und Webseiten richtig funktionieren können Unternehmen erfolgreich mit Kunden kommunizieren. Hierzu sind Testings unerlässlich. Ein Gastbeitrag von Jan Wolter, Geschäftsführer und Gründer von Applause EU.
Gastautor Jan Wolter, Geschäftsführer und Gründer von Applause EU.

Der digitale Auftritt von Unternehmen spielt heute eine immer wichtigere Rolle, wenn es darum geht, zentrale Markenbotschaften und -werte zu kommunizieren und sich dem Kunden zu präsentieren. Mehr noch: Die Erfahrungen, die Nutzer mit der Unternehmenswebseite oder mobilen App machen, haben zunehmend Einfluss auf die langfristige Bindung zur Marke. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, gerade hier funktionierende Mechanismen der Qualitätssicherung zu etablieren. Testingprozesse, die neben der Überprüfung der Funktionalitäten auch Usability-, Performance- und Sicherheitsaspekte berücksichtigen, sind damit unabdingbar. Folgende sechs Tipps sollten Unternehmen für erfolgreiches Testing unbedingt berücksichtigen:

1. Für alle gängigen Gerätetypen testen

Allein für Googles mobiles Betriebssystem Android gibt es aktuell rund 24.000 verschiedene Gerätetypen auf dem Markt. Gleiches gilt für die große Anzahl an verschiedenen Browsern für Webseiten – all diese sollten unbedingt Teil der Testzyklen sein, um Fehler bei der Useranwendung von vornherein auszuschließen.

2. Ländertypische Unterschiede berücksichtigen

Werden Apps aber auch Webseiten für eine Vielzahl von Ländern oder sogar für eine weltweite Nutzung getestet, gilt es jeweils regionale Besonderheiten bei der Planung des Testings zu beachten: Dazu zählen ebenso unterschiedliche Gerätetypen, wie Bezahl-Standards aber auch Konnektivitätsunterschiede und Lokalisierungen.

3. Klare Strukturen in Test-Teams schaffen

Um unnötige Fehler oder Ungenauigkeiten von Vornherein zu vermeiden, sollte klar geregelt sein, welches Teammitglied die Verantwortung für den Gesamtüberblick trägt. Dieser „Test-Champion“ ist dann letztlich auch für die Qualität des Testings verantwortlich, genauso wie für das Einhalten von Fristen und eine lückenlose Dokumentation der Prozesse und Ergebnisse.

4. Betriebsblindheit vorbeugen

Betriebsblindheit beim Testing lässt sich ohne externe Unterstützung langfristig nicht vermeiden. Mindestens sollte jedoch jedem Teammitglied ein bestimmter Test-Bereich zugewiesen werden. Um zu vermeiden, dass Eintönigkeit in der Arbeit nach zahlreichen Wiederholungen zum Übersehen von Fehler führt, sollten diese Bereiche nach jedem Durchgang gewechselt werden. Hier gilt für jeden Tester sich auch individuell zu hinterfragen, welche Aspekte im nächsten Durchgang noch intensiver überprüft werden sollten.

5. Feedback von echten Nutzern in den Prozess integrieren

Entscheidend ist, dass Unternehmen sich regelmäßig der Meinung der Nutzer vergewissern und das Feedback entsprechend umsetzen. Hier reicht es jedoch nicht gelegentlich A/B-Testings durchzuführen. Bestenfalls sollten tatsächliche Nutzer eingeladen werden, von ihren Erfahrungen zu berichten, um qualitative Informationen zu sammeln. Dieses Vorgehen sollte unbedingt Teil des Prozesses werden.

6. Auf Mix aus automatisierten und manuellen Tests setzen

Wichtig ist, dass Unternehmen bei der Qualitätssicherung auf einen sinnvollen Mix aus automatisierten und manuellen Tests setzen: Lässt sich mit automatischen Testzyklen vor allem sicherstellen, dass alles so funktioniert wie geplant und ermöglicht es ein schnelles Feedback an die Entwicklerteams, geht es beim manuellen Testing insbesondere darum, noch unbekannte Fehler zu finden und die Nutzerperspektive mit einzubeziehen.

Nur wenn Unternehmen die Qualität ihrer digitalen Angebote kontinuierlich überprüfen, Userfeedback berücksichtigen und Probleme schnell beheben, werden Nutzer auf lange Sicht zu treuen Fans und Kunden. Nur so können Markenbotschaften und -werte auch wirklich nachhaltig vermittelt werden und wirken.

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Ressort: Business Solutions, Applikationen
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