Onlinehandel legt besonders stark zu

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Die deutschen Konsumenten kaufen weiter viel im Internet – und das selbst außerhalb der Feiertagssaison. Im ersten Quartal des Jahres wurde erneut ein ungewöhnlich hohes Wachstum beim E-Commerce verzeichnet, wie aktuelle Zahlen des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) belegen.

Die Umsätze im Onlinehandel lagen demnach bei 16,24 Milliarden Euro, was einem Zuwachs um 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, der bereits mit einer hohen Steigerungsrate von 10,6 Prozent positiv auffiel. Die Wachstumstreiber waren Lebensmittel (+20,7 Prozent), Haushaltswaren- und geräte (+18,3 Prozent) sowie Computer, Zubehör und Spiele (+17,8 Prozent). Dennoch spielten Lebensmittel mit gerade einmal 282 Millionen Euro Umsatz weiter nur eine untergeordnete Rolle (Haushaltsprodukte: 1,06 Milliarden Euro, Computer & Co.: 1,37 Milliarden Euro).

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„2019 startete sehr erfreulich für den Onlinehandel. Das erste Quartal bildet zwar immer auch das hervorragende ’nachlaufende‘ Weihnachtsgeschäft mit ab. Wir liegen aber für Januar bis März trotz aller wirtschaftlichen Unwägbarkeiten wie Brexit und möglicher konjunktureller Eintrübungen schon am oberen Rand unserer Umsatzerwartungen für die Branche“, sagt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh.

Mode weiter gefragt

Das größte Segment blieb die Bekleidung, die um 14,2 Prozent auf 3,13 Milliarden Euro Umsatz zulegte. Der extra ausgewiesene Bereich Schuhe erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 1,05 Milliarden Euro. Hier lag das Wachstum damit bei 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Vor allem Multichannel-Versender konnten ihre Marktposition ausbauen und erreichten einen Umsatz von fast sechs Milliarden Euro (+15,4 Prozent), wodurch sie sich immer weiter den Online-Marktplätzen annähern. Diese legten aber ebenfalls zu – um 10,6 Prozent auf 7,64 Milliarden Euro.

Am gesamten deutschen Versandhandel hat der E-Commerce nun einen Anteil von 97 Prozent. Digitale Dienstleistungen wie elektronische Tickets und Hotelbuchungen etc. verzeichneten im ersten Quartal 2019 zudem einen Umsatz von 4,49 Milliarden Euro und damit ein Plus von 6,6 Prozent. In diesem Jahr rechnet der bevh mit einem E-Commerce-Umsatz von knapp unter 72 Milliarden Euro brutto (+10,5 Prozent).

Die Studie

Die Zahlen basieren auf Zwischenergebnissen der Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“, für die zwischen Januar und Dezember des jeweiligen Jahres 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen Auskunft geben.