Interessensgruppe möchte Online-Zahlungsverkehr verbessern

Das für die Standardisierung von Internettechnologien zuständige World Wide Web Consortium (W3C) kümmert sich nun verstärkt um die Sicherheit und Interoperabilität bei Onlinezahlungen. Zusammen mit der FIDO Alliance und EMVCo wurde zu diesem Thema eine Interessengruppe gegründet.

Die Teilnehmer der sogenannten Web Payment Security Interest Group wollen dabei die Lücken zwischen bestehenden technischen Spezifikationen identifizieren, um die Kompatibilität zwischen verschiedenen Technologien zu erhöhen. Damit ergänzen sie bestehende Diskussionen auf Spezifikationsebene um EMV Secure Remote Commerce (SRC), EMV 3-D Secure (3DS), die FIDO2-Spezifikationen der FIDO Alliance und die Web Authentication- and Payment Request-APIs des W3C. Die Gruppe soll auch als Grundlage für die Zusammenarbeit bei künftigen technischen Spezifikationen dienen. Die Interessengemeinschaft wird solche Spezifikationen allerdings nicht selbst veröffentlichen, da technische Arbeiten nur in anderen Gruppen innerhalb jeder Organisation durchgeführt werden.

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„Die Authentifizierungs- und Zahlungsstandards von W3C sind Teil der größeren Geschichte der Transformation der Zahlungsindustrie“, sagte Jeff Jaffe, W3C CEO. „Die Transformation wird sich auf unvorhersehbare Weise fortsetzen, da das Web neue Dienste wie Streaming-Video, Echtzeit-Kommunikation und Augmented Reality hinzufügt.“ Alle drei Organisationen ermutigen ihre Mitglieder, sich der Interessengruppe anzuschließen.

Die FIDO (Fast IDentity Online) Alliance wurde im Juli 2012 gegründet, um die mangelnde Interoperabilität zwischen starken Authentifizierungstechnologien zu beheben und die Probleme der Benutzer bei der Erstellung und Erinnerung mehrerer Benutzernamen und Passwörter zu beheben. EMVCo ist das globale technische Gremium, das die weltweite Interoperabilität und Akzeptanz sicherer Zahlungsvorgänge durch die Verwaltung und Weiterentwicklung der EMV-Spezifikationen und der damit verbundenen Testprozesse ermöglicht.