04.12.2017 - 13:45

Webbasierte Standortsuche: 1A-Lage ist nicht gleich 1A-Lage

Eines der entscheidenden Kriterien für den Erfolg eines stationären Ladens ist nach wie vor dessen Lage. Dabei können schon wenige Meter Unterschied messbar zum Erfolg beitragen, wie neue Technologien und Analysemethoden zeigen.

In den Innenstädten ist unter den Händlern mittlerweile ein heftiger Kampf um die beste Lage entbrannt – schließlich kann ein guter Standort den entscheidenden Vorteil gegenüber den zunehmend dominierenden Textilketten und Flagship-Stores bedeuten. Doch die Suche danach gestaltet sich nicht immer einfach, da selbst wenige Meter Abstand bereits enorme Auswirkungen haben können. Einen schnellen Überblick über die dafür relevanten standortbasierten Daten bietet Nexiga mit seinem webbasierten Geoinformationssystem LOCAL Marktanalyst Online Handel.

In den seltensten Fällen lässt sich der entscheidende Faktor so eindeutig identifizieren wie bei einer Würzburger Filiale der Buchhandelskette Hugendubel, die ihren Sitz innerhalb der Innenstadt hundert Meter verlegte und den Umsatz dadurch um 50 Prozent erhöhte: Sie befindet sich nun direkt an einer Straßenbahnstelle, was die Frequenz der Besuche nach Unternehmensangaben enorm steigert. Deutlich weniger offensichtlich ist hingegen, was die Deutsche Telekom dazu bewog, einen neuen Shop in der sehr gut besuchten Bonner Remigiusstraße zu eröffnen und gleichzeitig einen auf den ersten Blick fast ebenso lukrativ erscheinenden Laden am anderen Ende der Fußgängerzone zu schließen. Anscheinend gibt es also besondere „Lage-Gesetze“, die auf sämtlichen externen und räumlichen Daten (wie Passantenfrequenz, Mobilität, Wettbewerber, Haltestellen, S-Bahn-Stationen oder eben einfach nur dem optimalen Mix von Shops und Cafés) basieren. Außenstehende können solche Entscheidungen deshalb nicht ohne Weiteres nachvollziehen.

Dynamisches Umfeld

Ganz individuelle Charakteristika des näheren Umfelds sind für jedes Unternehmen und jede Branche spezifisch und auch anders zu interpretieren. Für den stationären Einzelhandel in Stadtzentren dürfte somit vor allem das direkte Umfeld wichtig sein, die sogenannte Mikrolage. Doch auch diese kann sich jederzeit ändern, da Umbauten, Neueröffnungen, Baustellen (auch von nahegelegenen Parkhäusern) oder Schließungen, die keinen Nachmieter finden, den Charakter eines solchen Standorts oft stark beeinträchtigen. Top-Lagen sind davon interessanterweise weniger betroffen als 1B-Lagen. Oft ist in den deutschen Innenstädten eine Art Konzentrationsprozess zu beobachten, der „Nachbarlagen“ zusehend alt aussehen lässt.

Ob ein Expansionsstandort ausreichend Potenzial bietet, muss also genauestens begutachtet werden. An fehlenden Daten mangelt es im Zeitalter von Big Data jedenfalls nicht, denn diese liegen meist in größten Mengen vor. Die Herausforderung ist heute eher, die Daten intelligent zu filtern und die richtigen Informationen mit den richtigen Methoden zu nutzen und zu bewerten – hier liegen Erfolg oder Misserfolg ganz nah beieinander. Trotz der rasanten Digitalisierungsmaschinerie ist die Urteilskraft des Menschen dabei immer noch gefragt.

Planen mit GIS

Auf technologischer Basis können im Planungsprozess bereits viele Schritte wesentlich vereinfacht werden. Die richtige „Maschine“ dafür ist ein Geoinformationssystem (GIS). Bereits einfache Webapplikationen können bei komplexen Problemstellungen passende Lösungen und wichtige Erkenntnisse liefern. Mit dem WebGIS LOCAL Marktanalyst Online Handel von Nexiga werden die standortbasierten Informationen für den Nutzer schnell sichtbar. Unterschiedliche Einzugsgebiete anhand entsprechender Funktionen und Informationen können flexibel simuliert werden und viele unterschiedliche Perspektiven zu einer Location liefern. Auch Standortexposés/-reports helfen im Handumdrehen, mit den im WebGIS zur Verfügung stehenden Daten aussagekräftige Analysen anzustellen. Durch die Veredelung interner Kundendaten mit externen räumlichen Informationen entsteht ein aussagekräftiges Bild des zu untersuchenden Gebiets bzw. Standorts.

Die Vorteile, die ein webbasiertes GIS liefert, liegen auf der Hand: Das Programm ist von jedem Endgerät weltweit aufrufbar und inkludiert die wichtigsten Handelsdaten für die Bewertung von Standorten. Kostspielige Administrationsprozesse entfallen, Entwicklungen sind je nach Nachfrage schnell skalierbar und können ohne großen Aufwand einer großen Zahl von Nutzern zur Verfügung gestellt werden.


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