09.01.2018 - 11:55

Telefónica Next visualisiert Verkehrsströme in Deutschland

Mobilitätsdaten, Datenanalyse, Big Data – abstrakte Begriffe, die selten konkrete Assoziationen wecken. Mit der interaktiven Karte „So bewegt sich Deutschland“ hat Telefónica Next die dahinter stehenden Ergebnisse visualisiert.

Die Karte von Telefónica Next soll Städten, Verkehrsbetrieben und Gestaltern von Mobilität visuell veranschaulichen, welche Erkenntnisse die Verkehrsplanung in Deutschland aus Mobilfunkdaten gewinnen kann. Für Hamburg, Berlin und München finden sich beispielhaft regionale Einblicke, unter anderem zum Pendlerverhalten und Ausgehzeiten. Hierzu wurden die im Regelbetrieb von Telefónica Deutschland anfallenden Mobilfunkdaten von über 48 Millionen Anschlüssen ausgewertet. Diese entstehen, wenn Handys, etwa beim Surfen oder Telefonieren, mit den Mobilfunkzellen kommunizieren. Telefónica Next anonymisiert diese täglich rund fünf Milliarden Datenpunkte und analysiert sie anschließend. Rückschlüsse auf Einzelpersonen seien so nicht mehr möglich.

Aus der Analyse dieser Daten gewinnt das Unternehmen Erkenntnisse über Bewegungsmuster in Deutschland, die etwa für die Verkehrsplanung einen wichtigen Mehrwert bieten können. „Unsere Datenvisualisierung zeigt, was schon das Fraunhofer IAO vor einem Jahr bestätigt hat: Anonymisierte Mobilfunkdaten sind eine wertvolle Datengrundlage für die Gestaltung von Mobilität“, erklärt Jens Lappoehn, Geschäftsführer für Advanced Data Analytics bei Telefónica Next.

Eine Durchschnittswoche in Deutschland

Für die Website Opens external link in new window„So bewegt sich Deutschland“ hat Telefónica Next eine Durchschnittswoche im März 2017 untersucht und beispielhaft Ergebnisse für den morgendlichen Verkehr, Reisezeiten, Entfernungen und Einzugsgebiete für Städte und Bundesländer analysiert. Nach den Berechnungen finden an einem durchschnittlichen Wochentag in Deutschland 161 Millionen Reisen von über zwei Kilometer Länge statt.

Die Website veranschaulicht diese Bewegungsströme in einer interaktiven Grafik. Dargestellt werden dabei direkte Quelle-Ziel-Beziehungen zwischen deutschen Postleitzahlgebieten, und das im Gesamtverkehr quer über alle Verkehrsmittel hinweg. Dabei bilden die sich bewegenden Tropfen immer ausreichend große Gruppen von Reisenden ab – dies ist sowohl für den Datenschutz als auch für die Statistik relevant.

Wann starten deutsche Regionen in den Tag?

Daraus lassen sich weitere Rückschlüsse ziehen, zum Beispiel, wann welche Regionen in Deutschland in den Tag starten. Die Daten bestätigen, dass sich die Menschen in der östlichen Landeshälfte bis nach Bayern morgens früher als im Westen auf den Weg machen. Mit dem durchschnittlichen Start um 6:56 Uhr sind Brandenburg und Sachsen-Anhalt dabei die frühesten Bundesländer. Mit 29,6 Kilometern legen die Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern morgens im Schnitt die längsten Strecken zurück. Die kürzesten Wege im Bundesgebiet haben die Berliner (6,7 Kilometer).

Interessant sind auch die unterschiedlich großen Einzugsgebiete deutscher Großstädte, die ebenfalls grafisch auf der Seite dargestellt sind. Während die Menschen aus einem klar umrissenen Umkreis nach München oder Köln einpendeln, legen Pendler nach Hamburg weitaus größere Strecken zurück. Sie reisen auch aus Regionen wie Mecklenburg, Prignitz oder Vorpommern an. Ein Pendler legt dabei im Schnitt eine Distanz von 28,9 Kilometern zurück, um nach Hamburg zu kommen.


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Ressort: Location Based Services , Studie
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