14.06.2017 - 10:02

Studie zum Stand der Digitalisierung der deutschen Wirtschaft

Während di Digitalisierung in manchen Branchen schon weit fortgeschritten ist, stehen andere gerade erst am Anfang der Entwicklung. Einen genaue Überblick gibt der „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2017 - Kompakt“.

Die Digitalisierung der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland ist in gesamtwirtschaftlich wichtigen Teilbereichen vorangekommen. Laut Wirtschaftsindex DIGITAL, den Kantar TNS und das ZEW im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2017 - Kompakt“ veröffentlicht haben, erreicht Deutschland beim Digitalisierungsgrad seiner gewerblichen Wirtschaft jetzt 54 von 100 möglichen Indexpunkten. Die Prognose der befragten Unternehmen sieht Deutschland in fünf Jahren bei einem Wert von 58 Punkten.

Dabei sind verschiedene Branchen unterschiedlich weit. Von den elf betrachteten Wirtschaftszweigen ist die ITK-Branche bereits weit vorangekommen mit der Digitalisierung. Sie erreicht im Index 78 von 100 möglichen Punkten und gilt somit – als einziger Wirtschaftszweig – als „hoch digitalisiert“. Den geringsten Grad erreicht hingegen das Gesundheitswesen, es kommt nur auf 37 Punkte.

Unterscheidet man zwischen Mittelständlern und Großunternehmen zeigt sich, dass der Abstand nur gering ist. So liegt der Digitalisierungsgrad des gesamtwirtschaftlich bedeutenden Mittelstands (10-249 Beschäftigte) bei 52 Indexpunkten. Die Digitalisierung der Großunternehmen (250 Beschäftigte und mehr) legt um einen auf 54 Indexpunkte zu und zieht erstmals seit 2015 mit den Kleinstunternehmen (0-9 Beschäftigte) gleich.

„Gesamtwirtschaftlich haben die Digitalisierungsfortschritte in großen und mittelgroßen Unternehmen eine weitaus höhere Bedeutung, da diese Unternehmen 88 Prozent der Umsätze der gewerblichen Wirtschaft generieren“, kommentiert Dr. Sabine Graumann von Kantar TNS, die die Gesamtverantwortung für die Studie trägt. „Erfreulich ist auch, dass wir in Bereichen, in denen das Monitoring uns in den letzten Jahren Nachholbedarf zeigte, ebenfalls vorankommen. Das verarbeitende Gewerbe steigert seinen Digitalisierungsgrad gegenüber 2016 um drei auf 42 Indexpunkte, liegt aber weiterhin noch unter dem Durchschnitt der gesamten gewerblichen Wirtschaft“, so Dr. Sabine Graumann weiter.


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Ressort: Studie, Business Solutions
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