03.12.2018 - 18:06

Studie: Händler sind besonders digital-affin

Die meisten Unternehmen sind offen für die Digitalisierung, führend ist aber der Handel. Das zeigt der Digital Office Index 2018 des Digitalverbands Bitkom – eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern.

Dem Digital Office Index zufolge sind zehn Prozent der Unternehmen sehr und 64 Prozent eher aufgeschlossen, wenn es um das Thema Digitalisierung geht. Jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) ist noch unentschieden, lediglich vier Prozent lehnen die Digitalisierung ab. Besonders für das Thema begeistern können sich Großunternehmen ab 500 Mitarbeitern und die Handelsbranche. So sind bei den Großunternehmen 82 Prozent sehr bzw. eher aufgeschlossen (Durchschnitt: 74 Prozent). Bei den kleinen Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sind es 73 Prozent.

Stark digital-affin zeigt sich der Handel: 82 Prozent der Händler geben an, sehr bzw. eher aufgeschlossen zu sein. Es folgen Banken und Finanzdienstleister mit 78 Prozent sowie der Maschinen- und Anlagenbau mit 77 Prozent. Auf den hinteren Plätzen liegen die Bereiche Chemie und Pharma (72 Prozent) sowie sonstige Dienstleistungen (68 Prozent). „Wir haben diese Daten im Digital Office Index jetzt zum zweiten Mal erhoben – mit wieder vergleichbar hohen Werten“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Beim Blick auf die Branchen ist interessant, dass vor allem der Handel der Digitalisierung offen gegenübersteht, obwohl gerade dort in Folge der Digitalisierung viele neue Wettbewerber auf den Markt drängen. Andererseits bietet die Digitalisierung auch besonders interessante Möglichkeiten für diese Unternehmen und eröffnet selbst kleinen Einzelhändlern globale Verkaufschancen.“

Digitalisierung wird als Chance wahrgenommen

Fragt man die Unternehmen, ob sie die Digitalisierung eher als Chance oder Risiko begreifen, überwiegen mit großer Mehrheit die positiven Aussichten. So sagen neun von zehn Unternehmen (88 Prozent), dass die Digitalisierung für sie mehr eine Chance ist. Jedes zehnte Unternehmen (11 Prozent) sieht stärker das Risiko. Ein Prozent mochte sich dazu nicht äußern.


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Ressort: Studie, Commerce
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""Top-Priorität oder gehyptes Phänomen: Welche Rolle spielt das Thema Mobile in den Unternehmen?"

 

Im Zuge des kommenden Internets der Dinge, in dem wir bis zum Jahr 2020 weltweit schon 50 Milliarden vernetzte Geräte erwarten, werden sich Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle in vielen Industriesegmenten stark verändern.  

Christoph Bach, Head of Practice Mobile Broadband WE, Ericsson GmbH

Die Verbraucher wollen die Marke Galeria Kaufhof auf allen Kanälen erleben, ob bequem von zuhause, mobil via Smartphone oder beim Erlebniseinkauf in der City. Wer Kunden gewinnen und halten will, muss online mehr bieten als eine Desktop-Variante.  

Nina Ehrenberg, Leitung E-Commerce, Galeria Kaufhof

In Unternehmen wird sich die mobile Peripherie zum festen Bestandteil der IT-Infrastruktur entwickeln. Sie besteht aus dem Zusammenspiel zwischen Technologien und konvergenten mobilen und stationären Endgeräten, wie NFC-fähige Multifunktionsgeräte.  

Roland Schweyer, Director IT Cluster & B2B, Samsung Electronic GmbH

Mobile bietet herausragende Kommunikationschancen. Um diese jedoch effektiv und effizient zu nutzen, müssen Kampagnen bereits „mobile first“, d.h. Device-gerecht gedacht und konzipiert werden. Dieser Umdenkungsprozess ist im Unternehmen angekommen.  

Uwe Storch, Head of Media, Ferrero

Smartphones sind universelle Bedien- und Anzeigegeräte, nicht nur „smarte“ Telefone. Sie werden Werkzeuge, Fernbedienungen und Steuergeräte der Zukunft. Die Industrie braucht neue Geschäftsmodelle, weil sie in der Zukunft andere Geräte verkauft.  

Klaus Liebe, Business Unit Manager, Zühlke Engineering GmbH

Das Smartphone wird ohne Zweifel bald eine zentrale Bezahlmethode sein - Chancen & Möglichkeiten sowohl für Handel wie Kunden sind zu groß! Was noch fehlt ist ein starker Standard, dem der Kunde vertraut und der vom Handel breit umgesetzt wird.  

Tobias Günther, CEO fournova Software GmbH

Mobile ist in den Unternehmen voll und ganz angekommen. So haben fast 70 Prozent aller großen Unternehmen eine BYOD-Policy oder planen eine solche innerhalb eines Jahres einzuführen. Die Vorteile sind kaum zu übersehen.  

Andreas Englisch, Produktmanager, BT (Germany) GmbH & Co. KG

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat ihre Markenbotschaft immer noch nicht auf den mobilen Kanal ausgerichtet. Hierbei zeigen 25 Millionen verkaufte Smartphones in diesem Jahr einen eindeutigen Wandel beim Medienkonsum auf. 

Björn Wendler, Geschäftsführer, madvertise media

Enterprise Mobility umfasst weit mehr als nur das Gerätemanagement. Es geht darum die komplette Wertschöpfungskette mobiler Daten und Prozesse zu optimieren. Diese Veränderung betrifft nicht nur die IT, sondern alle Bereich des Unternehmens.  

Kai Höhmann, Vorstand, Seven Principles AG

Wir stehen inmitten einer digitalen Revolution. Analoge Geschäftsabläufe werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mobile Endgeräte werden dabei für Nutzer die Input- und Output-Schnittstelle darstellen.  

Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer, Booz & Company
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