11.04.2017 - 11:44

Studie: Die Shopping-Trends im ersten Quartal 2017

Wie gut ist der Online-Handel ins neue Jahr gestartet? Welche Händler profitieren vom Wachstum? Das Verbraucherforum mydealz.de hat von ihm vermittelte Käufe analysiert, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

Nach eigenen Angaben vermittelte das Verbraucherforum mydealz.de im ersten Quartal dieses Jahres 22,05 Millionen Käufe. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Nachfrage demzufolge um 19,75 Prozent. Vom Wachstum profitierten auf den ersten Blick eher die üblichen Verdächtigen: Jeder vierte Kauf entfiel auf Elektronikprodukte (5,52 Millionen, 25,02 Prozent), jeder sechste auf Mode und Accessoires (3,74 Millionen Käufe, 16,96 Prozent) und immerhin noch knapp jeder zehnte Kauf auf Filme, Musik und Spiele (2,14 Millionen Käufe, 9,7 Prozent).

Immer mehr Verbraucher schließen online Verträge ab

Gleicht man die Verkaufszahlen mit denen des ersten Quartals 2016 ab, zeigt sich: Besonders wachstumsstark ist nicht etwa der Handel mit Elektronik, Mode oder Filmen, sondern die Vermittlung von Verträgen und der Vertrieb von Baby- und Kleinkindbedarf: Ganze 1,2 Millionen Vertragsabschlüsse für Bankkonten, Mobilfunktarife, Versicherungen und Strom vermittelte mydealz von Anfang Januar bis Ende März dieses Jahres. Gegenüber dem ersten Quartal letzten Jahres stieg die Zahl der Abschlüsse damit um 89,68 Prozent (568.833 Abschlüsse). Zeitgleich kletterte die Nachfrage nach Babybedarf um 65,53 Prozent – von 373.244 vermittelten Käufen im ersten Jahresviertel 2016 auf nunmehr 617.833 Transaktionen.

Der Onlinehandel mit Lebensmitteln nimmt langsam an Fahrt auf

Klassische Segmente des Online-Handels wie Elektronik oder Mode sucht man auf den vorderen Plätzen des Wachstumsrankings vergeblich. Zwar entfiel von Januar bis März dieses Jahres jeder vierte Kauf auf den Elektronikbereich. Unterm Strich stehen die 5,52 Millionen von mydealz.de vermittelten Transaktionen jedoch nur für ein Wachstum von 17,52 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2016. Und auch der Handel mit Modeartikeln legte im Jahresvergleich nur um 15,11 Prozent zu – von 3,25 auf 3,74 Millionen Käufe. Im Wachstumsranking liegt der Elektronikhandel damit nur auf dem siebten Platz, der Handel mit Mode und Accessoires auf Rang acht. Die Zahlen zeigen, wie ausdifferenziert und saturiert beide Bereiche des Online-Handels heute sind.

Andere Handelszweige stehen hingegen noch vor ihrer Blüte – allen voran der Handel mit Lebensmitteln. Zwar ist die Nachfrage nach Lebensmitteln schon zuletzt deutlich gestiegen – von 538.386 auf 772.226 von mydealz im ersten Quartal vermittelte Käufe. Das Nachfrageplus von 54,99 Prozent dürfte jedoch erst den Beginn des Wachstums bilden – angesichts des erst für April erwarteten Marktstarts von „Amazon Fresh“.

Der Absatz von Apps und Software, Handys und Tablets ist rückgängig

Der Online-Handel kennt Gewinner und Verlierer – und zur letzten Gruppe zählen zwei Art von Anbietern: Händler von Möbeln und Dekoartikeln auf der einen, Anbieter von mobilen Endgeräten, Software und Apps auf der anderen Seite. Während die Nachfrage nach Möbeln und Dekoartikeln im ersten Quartal mit 2,01 Millionen vermittelten Bestellungen nur leicht (3,97 Prozent, 83.016 Käufe) unter dem Vorjahresniveau lag, hatten die Anbieter von Apps, Software, Handys und Tablets mit einem weitaus stärkeren Nachfrageeinbruch zu kämpfen: Die Zahl der vermittelten Käufe/Installationen von Apps und Software sank im Jahresvergleich um 9,82 Prozent, von 531.379 auf 479.205. Die Nachfrage nach Handys und Tablets brach sogar um 19,19 Prozent (213.891 Käufe) ein.

Beide Probleme, der Rückgang bei den App-Installationen und das Minus für den Handy- und Tablethandel, sind hausgemacht. Schon die für Apple-Verhältnisse äußerst verhaltene Präsentation des neuen iPads am 21. März machte eines deutlich: Es fehlt den Tablet-Herstellern zunehmend an Innovationskraft. Und je iterativer die neuen Smartphones und Tablets werden, desto stärker sinkt die Nachfrage nach neuen Modellen. Besonders deutlich ablesen lässt sich dies am Tablet-Markt: Vom ersten Quartal 2016 zum ersten Quartal 2017 sank die Zahl der von mydealz vermittelten Tablet-Käufe um 35,12 Prozent, von 233.853 auf 151.714.


Anzeige

posten in:


Ressort: Commerce, Studie
von:

""Top-Priorität oder gehyptes Phänomen: Welche Rolle spielt das Thema Mobile in den Unternehmen?"

 

Im Zuge des kommenden Internets der Dinge, in dem wir bis zum Jahr 2020 weltweit schon 50 Milliarden vernetzte Geräte erwarten, werden sich Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle in vielen Industriesegmenten stark verändern.  

Christoph Bach, Head of Practice Mobile Broadband WE, Ericsson GmbH

Die Verbraucher wollen die Marke Galeria Kaufhof auf allen Kanälen erleben, ob bequem von zuhause, mobil via Smartphone oder beim Erlebniseinkauf in der City. Wer Kunden gewinnen und halten will, muss online mehr bieten als eine Desktop-Variante.  

Nina Ehrenberg, Leitung E-Commerce, Galeria Kaufhof

In Unternehmen wird sich die mobile Peripherie zum festen Bestandteil der IT-Infrastruktur entwickeln. Sie besteht aus dem Zusammenspiel zwischen Technologien und konvergenten mobilen und stationären Endgeräten, wie NFC-fähige Multifunktionsgeräte.  

Roland Schweyer, Director IT Cluster & B2B, Samsung Electronic GmbH

Mobile bietet herausragende Kommunikationschancen. Um diese jedoch effektiv und effizient zu nutzen, müssen Kampagnen bereits „mobile first“, d.h. Device-gerecht gedacht und konzipiert werden. Dieser Umdenkungsprozess ist im Unternehmen angekommen.  

Uwe Storch, Head of Media, Ferrero

Smartphones sind universelle Bedien- und Anzeigegeräte, nicht nur „smarte“ Telefone. Sie werden Werkzeuge, Fernbedienungen und Steuergeräte der Zukunft. Die Industrie braucht neue Geschäftsmodelle, weil sie in der Zukunft andere Geräte verkauft.  

Klaus Liebe, Business Unit Manager, Zühlke Engineering GmbH

Das Smartphone wird ohne Zweifel bald eine zentrale Bezahlmethode sein - Chancen & Möglichkeiten sowohl für Handel wie Kunden sind zu groß! Was noch fehlt ist ein starker Standard, dem der Kunde vertraut und der vom Handel breit umgesetzt wird.  

Tobias Günther, CEO fournova Software GmbH

Mobile ist in den Unternehmen voll und ganz angekommen. So haben fast 70 Prozent aller großen Unternehmen eine BYOD-Policy oder planen eine solche innerhalb eines Jahres einzuführen. Die Vorteile sind kaum zu übersehen.  

Andreas Englisch, Produktmanager, BT (Germany) GmbH & Co. KG

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat ihre Markenbotschaft immer noch nicht auf den mobilen Kanal ausgerichtet. Hierbei zeigen 25 Millionen verkaufte Smartphones in diesem Jahr einen eindeutigen Wandel beim Medienkonsum auf. 

Björn Wendler, Geschäftsführer, madvertise media

Enterprise Mobility umfasst weit mehr als nur das Gerätemanagement. Es geht darum die komplette Wertschöpfungskette mobiler Daten und Prozesse zu optimieren. Diese Veränderung betrifft nicht nur die IT, sondern alle Bereich des Unternehmens.  

Kai Höhmann, Vorstand, Seven Principles AG

Wir stehen inmitten einer digitalen Revolution. Analoge Geschäftsabläufe werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mobile Endgeräte werden dabei für Nutzer die Input- und Output-Schnittstelle darstellen.  

Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer, Booz & Company
Previous
Next

,,

Kompendium Location Technologies and Services

Eine Übersicht über aktuelle Technologien, Marketingstrategien und Servicelösungen in der Verbindung von realer und Online-Welt. Mit dabei sind Unternehmen wie CCV, Cinram, Coca Cola, Epson, Ingram Micro, LANCOM Systems, Osram und PAYBACK.
Opens external link in new window...mehr


Nächste Veranstaltungen