03.12.2012 - 07:43

Stiftung Warentest sieht weiterhin Probleme bei De-Mail und E-Postbrief

Bei ihrer Überprüfung der beiden elektronischen Briefformen De-Mail und E-Postbrief sieht die Stiftung Warentest immer noch einige Defizite. So habe der E-Postbrief der Deutschen Post in den zwei Jahren seit Einführung zwar die meisten Kinderkrankheiten überstanden, allerdings sei er nicht nach dem De-Mail-Gesetz zertifiziert.

Er verwende keine qualifizierte elektronische Signatur und könne deshalb nicht für rechtsverbindliche Erklärungen genutzt werden. Bei der Wartezeit auf die Aktivierung liege der E-Postbrief dagegen vor der De-Mail. Bereits nach weniger als einem Tag konnte der Zugang nach Abschluss des Postident-Verfahrens genutzt werden. Die Telekom benötigte im Test für die De-Mail-Freischaltung ganze sieben Tage, der Dienstleister Francotyp-Postalia ließ den Kunden mit seiner persönlichen Überprüfung einen ganzen Monat warten.

Die alternative Online-Freischaltung mit dem neuen Personalausweis konnten die Tester trotz großer Mühen nicht zum Funktionieren bringen. Beim Versand fiel auf, dass der E-Postbrief-Service immer noch gelegentlich zusammenbricht und Seiten langsam lädt. Dafür zeigt die Post transparent die Kosten an, die im Regelfall 55 Cent pro Nachricht betragen. Bei der De-Mail bemängelt die Stiftung Warentest die teils umständlich aufgebauten Internetseiten, häufige Abstürze der Francotyp-Postalia-Lösung und nicht vorhandene Formatierungsoptionen bei der Telekom. Die Kosten, die abgesehen von einem gewissen Kontingent kostenloser Nachrichten mindestens 39 Cent bei der Telekom und 33 Cent bei Francotyp-Postalia betragen, werden nicht transparent angezeigt, sondern erst auf der späteren Rechnung aufgeführt.

Die Standard-De-Mail verfüge in etwa über das Sicherheitsniveau des E-Postbriefs, für Rechtssicherheit sei die kostenpflichtige Buchung zusätzlicher Optionen notwendig. Um die gesetzliche Schriftformerfordernis zu erfüllen, müssten jedoch zusätzlich digitale Signaturen mit einem zertifizierten Signierprogramm erstellt werden, das weder De-Mail noch der E-Postbrief bieten.


Anzeige

posten in:


Ressort: Business Solutions
von:
Zitatbarometer: "Klauen uns die digitalen Kanäle Kunden? Wie sieht das Nutzungsverhalten im Bereich Handel und Tourismus aus?"
 

“Kunden sind individuell und wollen individuell angesprochen werden. Unternehmen können ihren Kunden personalisierte Angebote und Vorschläge in Echtzeit unterbreiten – und das über sämtliche Kommunikationskanäle hinweg, seien es mobile Endgeräte, Kiosksysteme in den Läden oder Webseiten.“

Carsten Kress, Senior Director mobile Commerce EMEA & DACH, SAP

Digitale Kanäle bieten eine ganz neue Bandbreite von Kommunikationsmitteln, die Kundenzufriedenheit und -loyalität auf noch weiteren Ebenen erreicht. Sie ersetzen nichts, sondern erweitern Entscheidungsbereiche und können Service mit Flexibilität kombinieren.

Dr. Torsten Oelke, Geschäftsführer, Smart Mobile Factory GmbH

Die Index-Umfrage „Digitales Deutschland” belegt, dass die Menschen den digitalen Wandel begrüßen. Unsere Aufgabe als Unternehmen ist es, uns der Debatte um Datenschutz, Sicherheit und Transparenz von IT-Technologien zu stellen.

Christian P. Illek, Deutschlandchef bei Microsoft

2013 wird das Mobile Internet die Herausforderung sein. Digitale Transformation ist heute bereits Alltag, egal in welcher Branche. Es geht heute nicht mehr darum, ob man es macht, sondern wie man alle Kanäle bespielt 

Jens Redmer, Principal New Products and Solutions, Google

Wichtig ist der Nutzen aus Endverbrauchersicht, d. h. es muss einfach, sicher und schnell sein.

Jochen Bornemann, Leiter mCommerce, Financial & Enabling Services, Vodafone D2 GmbH

Um relavant zu bleiben, muss die Marke einzigartig und in allen Formen erkennbar sein: Print, online und mobil.

Alexander Mogg, Partner Roland Berger Strategy Consultants GmbH

Das Tablet wird in zwei Jahren nicht mehr aus dem Vertrieb wegzudenken sein

Markus Hüßmann, CEO, conVISUAL AG

Immer mehr Unternehmen erkennen, dass es an der Zeit ist, mobile Strategien zu entwickeln, etwa mit einer speziellen Website oder einer eigenen App

BITKOM, Tobias Arns

Der Wunsch nach Integration privater Geräte ins Firmennetzwerk ist verständlich. Die Einbindung von Smartphones und Tablets kann sich jedoch schnell als Security-Bumerang herausstellen 

Eddy Willems, Sicherheitsexperte, G Data Software
Previous
Next

,

7 Trends im Cross-Channel-Commerce

Im Expertenbericht legt Bernd Ettelbrück die aktuellen Trends dar und gibt sieben Empfehlungen, wie das Geschäft belebt werden kann. Öffnet externen Link in neuem Fenster... mehr