10.04.2018 - 12:36

Smart Cities schaffen bis 2025 einen 2 Billionen-Markt

Geschäftsmöglichkeiten im Wert von zwei Billionen US-Dollar sollen Smart Cities im Jahr 2025 weltweit generieren. Im Zentrum: Künstliche Intelligenz. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan.

Bis 2050 werden Schätzungen zufolge über 80 Prozent der Bevölkerung in den Industrieländern in Städten leben. In den Entwicklungsländern sollen es mehr als 60 Prozent sein. In „Smart Cities“ sollen technologische Fortschritte den Kommunen bei der Optimierung von Ressourcen helfen um einen maximalen Wert für die Bevölkerung zu schaffen, seien sie finanzieller Art, Zeitgewinn oder die Verbesserung der Lebensqualität.

„Künstliche Intelligenz (KI) ist der in den letzten zwei Jahren am stärksten finanziell geförderte technologische Innovationsraum, mit hohen Investitionen von unabhängigen und Corporate Venture Capital-Gesellschaften”, erklärt Jillian Walker, Principal Consultant der Frost & Sullivan Visionary Innovation Group.

KI in der Schlüsselrolle

KI spielt eine Schlüsselrolle in den Bereichen intelligentes Parken, Smart Mobility und Smart Grids, adaptive Signalsteuerung sowie Abfallmanagement in den Smart Cities. Führende Unternehmen wie Google, IBM und Microsoft bleiben weiterhin die wichtigsten Technologie-Innovatoren und treibenden Kräfte bei der Einführung von KI. Neben KI hält Frost & Sulliva personalisiertes Gesundheitswesen, Robotik, moderne Fahrerassistenzsysteme (ADAS), dezentrale Energiegewinnung und fünf weitere Technologien für die technologischen Eckpfeiler der zukünftigen Smart Cities.

Die Asien-Pazifikregion wird laut Studie bis 2025 die am schnellsten wachsende Region im Bereich Smart Energy sein. An der Spitze steht China, wo über 50 Prozent der Smart Cities zu finden sein werden. Smart City-Projekte werden bis 2025 320 Milliarden US-Dollar für die chinesische Wirtschaft generieren.

Nordamerika folgt auf schnellem Fuß mit vielen Tier-2-Städten, wie Denver und Portland, die darum bemüht sind, ihr Smart-City-Portfolio auszubauen. Dabei wächst der nordamerikanische Markt für Smart Buildings bis 2020 mit intelligenter Sensorik, Systemen, Hardware, Steuerung und Software auf einen Gesamtwert von 5,64 Milliarden US-Dollar.

Investitionen in Europa

Die weltweit meisten Investitionen in Smart-City-Projekte wird man laut Studie in Europa finden, ausgelöst durch das Engagement der Europäischen Union in Bezug auf die Entwicklung solcher Initiativen. So erwirtschaftet der europäische E-Hailing-Markt für App-basierte Taxi- und Fahrdienste, der für Städte eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von Smart Mobility-Lösungen spielt, derzeit 50 Milliarden US-Dollar. Bis 2025 sollen dies voraussichtlich 120 Milliarden werden.

In Lateinamerika wiederum entwickeln Städte wie Mexico City, Guadalajara, Bogotá, Santiago, Buenos Aires und Rio de Janeiro Smart City-Initiativen. In Brasilien erwirtschaften Smart City-Projekte bis 2021 knapp 20 Prozent der Gesamtumsätze von 3,2 Milliarden US-Dollar im Bereich IoT (Internet of Things).

„Derzeit bieten die meisten Smart City-Modelle Lösungen in Datensilos, die nicht miteinander vernetzt sind. Die Zukunft besteht aus integrierten Lösungen, die alle vertikalen Branchen auf einer einzigen Plattform vereinen. Das IoT ebnet bereits den Weg für solche Lösungen”, fügt Vijay Narayanan, Visionary Innovation Senior Research Analyst bei Frost & Sullivan, hinzu.


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Ressort: Studie, Location Based Services
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