17.10.2017 - 12:34

Mobile IP Targeting: Standortermittlung ohne Opt-In

Dank der Standortermittlung ist es meist unproblematisch, die genaue Position eines Smartphones festzustellen. Es gibt aber auch genügend Szenarien, in denen dies nicht so einfach ist. Hier kommt IP Geotargeting ins Spiel.

Nach dem Ende der Störerhaftung sind Smartphonenutzer nur noch selten auf eigene mobile Verbindungen angewiesen. In Fernbussen, immer mehr Zügen der Bahn sowie einigen Haltestellen des Nahverkehrs klinken sie sich einfach in bestehende WLAN-Netze ein. Zudem können nun auch Geschäfte ihren Kunden endlich bedenkenlos Internetzugang gewähren – den sich nach einer Umfrage des BITKOM auch jeder zweite dort wünscht. Entsprechende Angebote zu finden, wird für Konsumenten zusätzlich einfacher: Wer die Facebook-App verwendet, darf damit inzwischen frei verfügbare WLAN-Netze in der Umgebung suchen und sich sogar zum nächsten lotsen lassen. Cisco rechnet in einer Prognose damit, dass bis 2021 mehr als 25 Millionen öffentliche Hotspots in Deutschland zum Surfen im Internet einladen. Dies alles wird vermutlich dazu führen, dass künftig wieder deutlich mehr mobiler Traffic über WLAN-Verbindungen zustande kommt. Rein mobilen Werbenetzwerken entgehen dadurch Chancen zur Umsatzgenerierung.

Hohe Präzision möglich

Zudem können Nutzer einzelnen Angeboten mittlerweile gezielter das Recht auf Standortzugriffe entziehen und die Weitergabe entsprechender Informationen einfacher beenden. Bei der Deaktivierung spielt das erhöhte Bewusstsein für Datenschutz zwar eine immer größere Rolle, die durch GPS & Co. verkürzte Akkulaufzeit dürfte in der Praxis aber noch wesentlich häufiger den Ausschlag dafür geben. Anders als man vielleicht vermuten könnte, lassen sich auch diese Nutzer weiterhin mittels ortsbasierter Werbung ansprechen – und zwar nicht anhand der GPS-Koordinaten, sondern der verwendeten IP-Adressen. Mobiles IP Targeting kann ihren Standort auf einen ca. acht Kilometer großen Radius eingrenzen und Postleitzahlen sowie Längen- und Breitengrade zurückgeben.

Das Unternehmen Digital Element bindet bei seiner NetAcuity Pulse-Lösung hierfür nicht nur seine patentierte Infrastrukturanalyse-Technik, sondern auch Daten von mobilen Geräten, WLAN-Verbindungspunkten und Echtzeitdatensignalen ein, um den aktuellen Aufenthaltsbereich extrem präzise zu ermitteln. Dieses „living network“ bietet damit die global exakteste IP-basierte Standortidentifizierung auch für mobile Endgeräte. Durch die Verwendung von IP-Intelligence können Anzeigen auf WLAN-Nutzer basierend auf deren Standort ausgerichtet werden, ohne auf Software-Downloads oder Benutzer-Opt-Ins angewiesen zu sein.

„Mit dem Living Network unserer NetAcuity Pulse-Lösung garantieren wir die weltweit exakteste IP-basierte Stand-ortbestimmung. Auch für mobile Geräte“, sagt Kate Owen, Vice President Northern Europe bei Digital Element.

Die Zielgruppe eingrenzen

Dabei lassen sich durch die Analyse der Bewegungsmuster sogar Rückschlüsse auf die Nutzer ziehen. Wenn diese sich beispielsweise bei einem Flughafen-WLAN registrieren, anschließend in den Flugmodus wechseln und dann wieder in einem Hotel-WLAN anmelden, könnte es sich bei ihnen um Geschäftsreisende handeln, denen sich dann – kombiniert mit dem aktuellen Aufenthaltsort – sehr relevante Informationen anzeigen lassen. Neben der IP werden bei solchen und ähnlichen Schlussfolgerungen weitere Kontextdaten berücksichtigt, zum Beispiel die genutzte Telefongesellschaft, das verwendete Gerät oder die aktuelle Uhrzeit, um das Targeting von Kampagnen auf die gewünschten Parameter auszurichten.


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Ressort: Location Based Services , Mobile
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""Top-Priorität oder gehyptes Phänomen: Welche Rolle spielt das Thema Mobile in den Unternehmen?"

 

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Wir stehen inmitten einer digitalen Revolution. Analoge Geschäftsabläufe werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mobile Endgeräte werden dabei für Nutzer die Input- und Output-Schnittstelle darstellen.  

Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer, Booz & Company
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