McAfee Studie: Sind Jugendliche Mobile-Tunichtgute?
McAfee’s "Exploring the Digital Divide" Studie untersuchte, wie brav sich Jugendliche in digitalen Medien - online und mobile - verhalten, und hat dabei einige Unterschiede zwischen Europa und USA festgestellt.
Jugendliche verbringen heutzutage immer mehr Zeit online und verhalten sich dabei nicht immer mustergültig. Sie versuchen, ihre digitalen Aktivitäten vor ihren Eltern zu verbergen und neigen zu Betrügereien und Cyber-Mobbing.
Ein Ergebnis der Studie zeigt, dass US-amerikanische Teenager online unangemessene Inhalten konsumieren, ihre mobilen Geräte zum Betrügen bei Tests und Klausuren nutzen, und sehr gut wissen, wie sie diese Handlungen vor ihren Eltern verbergen können. Dabei sind sie besser als ihre europäischen Gegenparts (U.K., Spanien, Niederlande, Italien, Deutschland und Frankreich wurden untersucht).
So haben 32 Prozent der US-amerikanischen Teens angegeben, beabsichtigt nach Nacktbildern oder Pornographie online zu suchen. Der Durchschnitt in Europa liegt bei 23,5 Prozent mit 27 Prozent in Deutschland und nur 11,5 Prozent in Frankreich.
Mobile Geräte werden trotz der Vorsorge genutzt, um bei Klausuren oder Tests zu betrügen. 16 Prozent der US-amerikanischen Jugendlichen haben dies zugegeben. Der Schnitt in Europa liegt bei 8,8 Prozent, mit 14,5 Prozent in Deutschland und nur 3 Prozent in U.K.
Cyber-Mobbing ist unter Teenagern in den USA weniger stark verbreitet als andere untersuchte unangemessene Aktivitäten mit 9 Prozent, während der Anteil in Europa bei 5,9 Prozent liegt (Deutschland mit 6 Prozent am Durchschnitt). Ein beachtlicher Anteil der Jugendlichen würde zwar selbst kein Mobbing anzetteln, macht aber bei solchen Aktivitäten als Mitläufer mit (USA: 6 Prozent, Europa: 5,5 Prozent, Deutschland: 6 Prozent)
Und die Teenager wissen, wie sie ihre Online-Aktivitäten vor ihren Eltern verbergen können: 33 Prozent der amerikanischen Teenager sind dieser Ansicht und 25,5 der europäischen, wobei Deutschland einen Anteil von 28,5 Prozent aufweist.
Einige dieser Befunde sind vermutlich keine Überraschung, aber manche sind durchaus besorgniserregend. Und so emfpiehlt Robert Siciliano von McAfee den Eltern, sich in digitalen Dingen fortzubilden, um besser über ihre Kinder und deren Aktivitäten Bescheid zu wissen und mögliche Problemfälle in Erfahrung bringen zu können.
von:
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