14.06.2017 - 10:28

Markentreue der Deutschen lässt zu wünschen übrig

Kenn ich, kauf ich? Von wegen. Einer aktuellen Studie zufolge verhalten sich die Deutschen beim Einkaufen nicht sonderlich markentreu. So geht beispielweise nur jeder vierte immer zum gleichen Supermarkt einkaufen.

Laut einer aktuellen Umfrage des Cashback-Portals Opens external link in new windowShoop.de sagen nur 25 Prozent der Menschen hierzulande, dass sie immer bei der gleichen Supermarkt- oder Discounter-Kette einkaufen gehen. Die große Mehrheit von 56 Prozent tut dies dagegen nur manchmal und knapp jeder Fünfte (19 Prozent) nie. Auch kauft nur rund ein Viertel der deutschen Verbraucher (27 Prozent) wirklich immer in den gleichen stationären Geschäften ein.

Ganz ähnlich sieht es beim Shopping im Internet aus. Auch hier scheint der Deutsche eher ein Wechselkäufer zu sein. So kaufen lediglich zehn Prozent der deutschen Verbraucher immer beim gleichen Online-Shop. Die große Mehrheit von 62 Prozent tut dies nur manchmal und mehr als ein Viertel (28 Prozent) sogar nie.

Preis wichtiger als Marke

Deutlich wichtiger als die Marke oder der Name des Shops, scheint vielen Deutschen das Angebot und der Preis zu sein. So folgt mehr als ein Viertel der Befragten (26 Prozent) besonders günstigen Angeboten und Rabatten. Weitere 65 Prozent tun dies zumindest manchmal. Speziell in den Altersgruppen der 18- bis 29-Jährigen (32 Prozent) und 30- bis 39-Jährigen (35 Prozent) ist der Anteil der Rabatt- und Schnäppchenjäger besonders hoch.

Darüber hinaus würden insgesamt 29 Prozent der Deutschen auf jeden Fall zu einem anderen Online-Shop wechseln, wenn ihnen dort ein attraktiverer Bonus angeboten wird. 56 Prozent würde dies zumindest manchmal tun. Auch hier sind es besonders die 18- bis 29-Jährigen (41 Prozent) und 30- bis 39-Jährigen (34 Prozent), die sich von einem attraktiven Bonus leiten lassen. Und selbst im stationären Handel kauft mehr als ein Viertel (26 Prozent) der Verbraucher immer in den Geschäften ein, bei denen es gerade günstige Angebote und Rabatte gibt. Weitere 67 Prozent tun dies zumindest hin und wieder.

Markentreue nur bei Dingen des täglichen Bedarfs

Wenn es aber darum geht, was im Einkaufskorb landet, bleiben die Deutschen zum Großteil doch einer Marke treu – gerade, wenn es sich um Produkte des täglichen Bedarfs handelt. Ganz vorne liegen hierbei Kaffee (38 Prozent), Tiernahrung (37 Prozent), Zahnpasta (36 Prozent), Waschmittel (35 Prozent) und Deo (35 Prozent), bei denen immer wieder die gleichen Marken gekauft werden. Auch beim Smartphone oder Handy greift mehr als ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) immer wieder zum gleichen Produkt oder Hersteller. Und Raucher bleiben sogar zu 53 Prozent einer Zigarettenmarke treu.

Fragt man die Deutschen warum sie einem bestimmten Produkt treu bleiben, geben 92 Prozent an, dass sie von der Qualität der Marke überzeugt sind. 91 Prozent meinen, dass die Produkte, denen sie treu sind, ihren eigenen Anforderungen entsprechen und weitere 89 Prozent der Verbraucher bleiben bei bekannten Produkten, weil sie da wissen, was sie für ihr Geld bekommen. Dagegen bleiben 62 Prozent der Menschen hierzulande einer bestimmten Marke treu, weil diese die günstigsten Preise anbietet. Und immerhin 41 Prozent der Deutschen greifen auf Marken zurück, die sie noch aus ihrer eigenen Kindheit kennen.


Anzeige

posten in:


Ressort: Studie, Commerce
von:

""Top-Priorität oder gehyptes Phänomen: Welche Rolle spielt das Thema Mobile in den Unternehmen?"

 

Im Zuge des kommenden Internets der Dinge, in dem wir bis zum Jahr 2020 weltweit schon 50 Milliarden vernetzte Geräte erwarten, werden sich Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle in vielen Industriesegmenten stark verändern.  

Christoph Bach, Head of Practice Mobile Broadband WE, Ericsson GmbH

Die Verbraucher wollen die Marke Galeria Kaufhof auf allen Kanälen erleben, ob bequem von zuhause, mobil via Smartphone oder beim Erlebniseinkauf in der City. Wer Kunden gewinnen und halten will, muss online mehr bieten als eine Desktop-Variante.  

Nina Ehrenberg, Leitung E-Commerce, Galeria Kaufhof

In Unternehmen wird sich die mobile Peripherie zum festen Bestandteil der IT-Infrastruktur entwickeln. Sie besteht aus dem Zusammenspiel zwischen Technologien und konvergenten mobilen und stationären Endgeräten, wie NFC-fähige Multifunktionsgeräte.  

Roland Schweyer, Director IT Cluster & B2B, Samsung Electronic GmbH

Mobile bietet herausragende Kommunikationschancen. Um diese jedoch effektiv und effizient zu nutzen, müssen Kampagnen bereits „mobile first“, d.h. Device-gerecht gedacht und konzipiert werden. Dieser Umdenkungsprozess ist im Unternehmen angekommen.  

Uwe Storch, Head of Media, Ferrero

Smartphones sind universelle Bedien- und Anzeigegeräte, nicht nur „smarte“ Telefone. Sie werden Werkzeuge, Fernbedienungen und Steuergeräte der Zukunft. Die Industrie braucht neue Geschäftsmodelle, weil sie in der Zukunft andere Geräte verkauft.  

Klaus Liebe, Business Unit Manager, Zühlke Engineering GmbH

Das Smartphone wird ohne Zweifel bald eine zentrale Bezahlmethode sein - Chancen & Möglichkeiten sowohl für Handel wie Kunden sind zu groß! Was noch fehlt ist ein starker Standard, dem der Kunde vertraut und der vom Handel breit umgesetzt wird.  

Tobias Günther, CEO fournova Software GmbH

Mobile ist in den Unternehmen voll und ganz angekommen. So haben fast 70 Prozent aller großen Unternehmen eine BYOD-Policy oder planen eine solche innerhalb eines Jahres einzuführen. Die Vorteile sind kaum zu übersehen.  

Andreas Englisch, Produktmanager, BT (Germany) GmbH & Co. KG

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat ihre Markenbotschaft immer noch nicht auf den mobilen Kanal ausgerichtet. Hierbei zeigen 25 Millionen verkaufte Smartphones in diesem Jahr einen eindeutigen Wandel beim Medienkonsum auf. 

Björn Wendler, Geschäftsführer, madvertise media

Enterprise Mobility umfasst weit mehr als nur das Gerätemanagement. Es geht darum die komplette Wertschöpfungskette mobiler Daten und Prozesse zu optimieren. Diese Veränderung betrifft nicht nur die IT, sondern alle Bereich des Unternehmens.  

Kai Höhmann, Vorstand, Seven Principles AG

Wir stehen inmitten einer digitalen Revolution. Analoge Geschäftsabläufe werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mobile Endgeräte werden dabei für Nutzer die Input- und Output-Schnittstelle darstellen.  

Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer, Booz & Company
Previous
Next

,,

Kompendium Location Technologies and Services

Eine Übersicht über aktuelle Technologien, Marketingstrategien und Servicelösungen in der Verbindung von realer und Online-Welt. Mit dabei sind Unternehmen wie CCV, Cinram, Coca Cola, Epson, Ingram Micro, LANCOM Systems, Osram und PAYBACK.
Opens external link in new window...mehr