19.12.2017 - 12:50

Location-based Services: Mehr Relevanz für Retailkunden

Ist die App am Ende? Diese Frage könnte sich stellen, wer die aktuellen Zahlen zur rückläufigen Nutzung der Anwendungen sieht. Ortsbasierte Lösungen können diesem Trend jedoch durch Relevanz und Aktualität entgegen treten.

Obwohl die Zahl der Smartphonebesitzer immer weiter steigt, stagniert die Nutzung von Apps – in den USA ist sie laut Adobe Digital Insights Report sogar um 28 Prozent zurückgegangen. Viele Mobile-Nutzer steuern Seiten lieber im Browser an, als die zugehörige Anwendung zu installieren. Doch wie lässt sich dem entgegenwirken? Stefans Ropers von Adobe sah gegenüber dem „Handelsblatt“ die beste Chance, wenn Unternehmen „den mobilen Kunden in seiner jeweiligen Nutzungssituation mit genau den richtigen Inhalten erreichen“. Location-based Services (LBS) wie PROXIMITY von Loyalty Partner Solutions ermöglichen dies.

Bei standortbasierten Diensten erkennt die mobile App, wo sich die Kunden an einem definierten Standort aufhalten: In der Nähe einer Filiale, am Eingang, im Aktionsbereich oder vor einem Regal. Wi-Fi, GPS und/oder installierte Sender wie Beacons ermöglichen die Lokalisierung und individuelle Kommunikation. Nun lassen sich zum jeweiligen Aufenthaltsbereich und den gespeicherten Vorlieben passende Nachrichten versenden.

Vorlieben nutzen

Bei der Nutzung von Location-based Services ist es allerdings wichtig, den Kunden möglichst nur für sie interessante Angebote zukommen zu lassen. „Stalking“ durch häufige und undifferenzierte Kundenkommunikation führt im schlimmsten Fall dazu, dass die entsprechende App gelöscht wird. Die Qualität der Ansprache hängt dabei stark davon ab, wie gut das Unternehmen seine Kunden kennt: Wenn diese beispielsweise ständig guten Kaffee oder Schokolade einer bestimmten Marke kaufen, schenken sie vermutlich Mitteilungen verstärkt Beachtung, in denen auf Offerten zu den gewohnten Produkten oder qualitativ gleich- bzw. höherwertige Konkurrenzartikel hingewiesen wird.

Location-based Services helfen dabei, reale und digitale Welten in Echtzeit miteinander zu verknüpfen. Händler, die einen Onlineshop und Filialen betreiben, sichern sich damit einen Wettbewerbsvorteil. So könnte ein Modegeschäft erfassen, wenn Kunden in seinem Onlineauftritt nach Kleidern suchen, aufgrund von Zweifeln bezüglich Passform und Größe aber dennoch in die Filiale gehen. Vor Ort würden sie dann via App über Preisnachlässe, Verfügbarkeit von Größen oder passende Accessoires informiert.

Das Einkaufserlebnis am Point of Sale lässt sich durch solche und ähnliche Maßnahmen intensivieren. Im Gegensatz zu anderen Marketingtools können Unternehmen mit Location-Based Services ihre Erfolge live messen und durch die gezielte Ausspielung von Angeboten die Konvertierungsrate steigern. Bei der Einführung sind sie nicht mehr auf Lösungen von Start-Ups angewiesen, da inzwischen auch etablierte Anbieter am Markt sind. Seit Anfang 2017 bietet die Loyalty Partner Solutions (LPS) eine LBS-Whitelabel-Lösung namens PROXIMITY branchenübergreifend an.

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Ressort: Location Based Services , Applikationen
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