17.10.2017 - 13:14

Lebensmittelmarkt Isargärten: Self-Scanning im Einsatz

Einer der größten Schmerzpunkte im stationären Einzelhandel ist der Checkout – denn an Kassen müssen die Kunden anstehen und warten. Der Münchner Lebensmittelmarkt Isargärten greift hier mit der Self-Scanning Lösung Scansation an.

Bei Scansation muss zunächst in der App der teilnehmende Shop ausgewählt werden, mit aktiviertem GPS werden dem Nutzer die Geschäfte in der Nähe angezeigt. Im Laden scannt der Nutzer die Produkte bevor er sie in den Einkaufswagen legt – so landen sie auch im virtuellen Warenkorb der App. Dies funktioniert mit Regalware ebenso wie mit Produkten von der Frischetheke. An der Kasse reicht es aus, dem Kassierer ein Foto des Einkaufswagens zur Kontrolle zu zeigen, das Auflegen auf das Kassenband entfällt. Durch das Scannen eines von der App generierten QR-Codes landen die Einkäufe im Kassensystem des Händlers. Anschließend muss nur noch wie gewohnt bezahlt werden. So reduziert sich nicht nur die Wartezeit an der Kasse, vor allem entfällt das von Kunden oft als stressig empfundene Einräumen während der Hintermann schon drängelt.

Das Scannen der Artikel ist dabei erst der Anfang. Die beiden Gründer Leo von Klenze und Andreas Klett sehen viel Raum für Erweiterungen. „Aktuell arbeiten wir daran, eine intelligente Einkaufsliste zu implementieren“, sagt Leo von Klenze. „Wenn der Kunde einen Artikel scannt wird er automatisch von der Liste gestrichen. So schaffen wir zusätzlichen Mehrwert für die Nutzer.“

Anonyme Kunden kennenlernen

Aber auch die Händler selbst sollen vom Einsatz von Scansation profitieren. Denn die Prozessoptimierung an der Kasse sorgt nicht nur dafür, dass die Kundenzufriedenheit steigt. Kürzere Kassenprozesse bedeuten auch mehr Zeit für die Angestellten, die Qualität der Ladenfläche zu steigern und sich den Kunden in Sachen Beratung zu. Die Möglichkeit der persönlichen Kundenbeziehung ist schließlich einer der größten Vorteile stationärer Läden gegenüber dem Online-Handel.

Zudem fallen beim Einkauf mit Scansation Daten an, die Händler für sich nutzen können. Hierfür bekommen sie ein Shopportal, das sie mit Informationen und Statistiken über ihre Shopper versorgt. „Die Händler erhalten im Portal Informationen zu einzelnen Kundengruppen, etwa solche, die länger nicht mehr im Laden waren, und Produktgruppen, zum Beispiel welche Produktkombinationen häufig gekauft werden“, führt von Klenze aus. „Diese können gezielt beworben werden.“ Zudem bietet die das Shopportal die Möglichkeit, Kunden innerhalb des Ladens ebenso wie unterwegs oder zu Hause über die App mit maßgeschneiderten Marketingkampagnen zu erreichen. Zuletzt macht das Portal auch Vorschläge zur Marktoptimierung. „Mit Scansation wissen wir nicht nur, was die Kunden kaufen, sondern auch in welcher Reihenfolge“, erklärt Andreas Klett. „Auf Basis dieses Wissens kann dann die Platzierung einzelner Produkte im Markt optimiert werden.“

Um dem Datenschutz zu entsprechen, werden diese Informationen nur mit einer ID verknüpft. Rückschlüsse auf die Person, die hinter der ID steht, seien nicht möglich, versichert Klett. „Für uns ist Transparenz ein wichtiges Thema“, führt er aus. „Wir sind der Meinung: wenn man etwas zu verbergen hat, dann läuft etwas schief.“


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Ressort: Location Based Services , Commerce
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