24.10.2017 - 13:46

Daten und KI bestimmen standortbezogene Welten

Moderne Verbraucher sind vernetzt, kaufen immer und überall ein und kommunizieren über jeden erdenklichen Kanal. Basierend auf den entstehenden Datenpunkten können ihm Angebote gemacht werden: zur passenden Zeit am passenden Ort.

Der Handel muss sich heute stärker als noch vor ein paar Jahren auf den Kunden und dessen Wünsche konzentrieren. Er muss wissen, wann der Kunde am liebsten einkaufen geht, welche Marken er bevorzugt und wie er am liebsten bezahlt. Kunden teilen ihre Präferenzen durch ihr Einkaufsverhalten mit – Händler können sich dieser Daten bedienen und sie mit Hilfe von Smart Data Analytics auswerten und nutzbar machen. Die wahrscheinlich bekannteste Weise dies zu nutzen, ist die Anzeige von Produkten unter der Kategorie „Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, kauften auch…“ in Online-Shops.

Dank der Omnichannel-Umgebung, die sich über verschiedene Geräte und Touchpoints erstreckt, lässt sich dieses Konzept jedoch deutlich ausweiten. So können häufig besuchte Orte mit Hobbys in Verbindung gebracht werden, ohne dass der User diese angeben müsste. Und aktuelle Einkäufe lassen Rückschlüsse auf die aktuelle Lebenssituation des Verbrauchers zu – ein häufig genanntes Beispiel ist etwa der Verbraucher, der anfängt Windeln zu kaufen. Er hat wohl ein Kind bekommen und könnte daher Interesse an weiteren Baby-Produkten haben.

Kunden teilen Daten gerne

An Kundendaten zu gelangen ist dabei nicht so schwer, wie dies der Fokus der Deutschen auf Datenschutz vermuten lässt. Wie bereitwillig die Bundesbürger sind, ihre Daten zu teilen, machen sie stark davon abhängig, welche Daten geteilt werden sollen. In einer repräsentativen Umfrage, die Statista für nextMedia. Hamburg durchgeführt hat, zeigte sich, dass Geschlecht, Alter und Interessen zu den Angaben gehören, die die Befragten eher veröffentlichen. Über 80 Prozent der Umfrageteilnehmer in allen Altersgruppen teilen diese Informationen bedenkenlos. Kritischer sind die User allerdings bei der Angabe der Wohnadresse. Nur fünf Prozent würden ihre Anschrift teilen. Auch der eigene Klarnamen ist ihnen ein teures Gut.

Aktuell teilen zwar nur neun Prozent der Befragten ihre Vorlieben und Interessen mit Dienstleistern, mehr als die Hälfte der Befragten wäre dazu aber bereit. Sie möchten dann jedoch wissen, welche Daten gespeichert und genutzt werden. Derzeit verzichtet gut ein Drittel, nämlich 36 Prozent, zugunsten des Datenschutzes lieber auf zugeschnittene Medieninhalte.

Die Rolle der KI

Durch die wichtige Rolle, die Daten heute einnehmen, wird auch der intelligenten Datenverarbeitung eine immer größere Bedeutung zugesprochen. Systeme, die die inzwischen riesigen Datenmengen verstehen und verarbeiten, stehen daher auch bei der sogenannten „FAMGA“-Gruppe (Facebook, Apple, Microsoft, Google, Amazon) im Mittelpunkt ihrer Investitionen.

Dabei geht es aber nicht nur darum, den Kunden passende Angebote zu machen. „Künstliche Intelligenz muss immer einen klaren Mehrwert erzeugen“, sagt dazu Markus Eichinger, Executive Vice President Global Product Strategy. „Bei Payments liegt dieser bei einer deutlich höheren Conversion Rate.“ So können die Transaktionsdaten mit Informationen über den Verbraucher kombiniert und dessen Verhalten analysiert werden, um ein nahtloses und über alle Kanäle hinweg konsistentes Einkaufserlebnis zu schaffen.


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Ressort: Location Based Services , Marketing
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In Unternehmen wird sich die mobile Peripherie zum festen Bestandteil der IT-Infrastruktur entwickeln. Sie besteht aus dem Zusammenspiel zwischen Technologien und konvergenten mobilen und stationären Endgeräten, wie NFC-fähige Multifunktionsgeräte.  

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Enterprise Mobility umfasst weit mehr als nur das Gerätemanagement. Es geht darum die komplette Wertschöpfungskette mobiler Daten und Prozesse zu optimieren. Diese Veränderung betrifft nicht nur die IT, sondern alle Bereich des Unternehmens.  

Kai Höhmann, Vorstand, Seven Principles AG

Wir stehen inmitten einer digitalen Revolution. Analoge Geschäftsabläufe werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mobile Endgeräte werden dabei für Nutzer die Input- und Output-Schnittstelle darstellen.  

Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer, Booz & Company
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