30.11.2012 - 14:45

Kündigt Nokia Microsoft die Freundschaft?

Windows 8 startete erfolgreich mit 4 Mio. Lizenzkäufen und die Experten sind sich einig: 2013 wird das Jahr des Smartphones. Aber die Entwicklungen im Mobile-Markt haben nicht nur positive Auswirkungen, sie stellen so manch eine Geschäfts-Partnerschaft auf die Probe. Werden Nokia und Microsoft weiterhin so eng kooperieren wie bisher?

Sebastian Ulrich, Nokia Geschäftsführer

Die Entwicklung von Windows 8 – eines Betriebssystems, das sowohl den stationären PC, den Laptop, aber auch mobile Geräte wie Smartphones und Tablets auf einen gemeinsamen Nenner bringt – ist für Microsoft ein wichtiger Schritt gewesen, um eine stabilere Position im heiß umkämpften, lukrativen Mobile-Markt einzunehmen. Auf dem Mobile Monday Summit am 19. November 2012 in Frankfurt gab Markus Frank, Director Sales und Marketing bei Microsoft zu hören, dass in den ersten Tagen 4 Millionen Lizenzverkäufe erzielt werden konnten. Mobile Geräte lassen schließlich den PC für den Alltagsanwender immer mehr in den Hintergrund rücken.

Die mit Windows laufenden Lumia-Geräte sind nach der Aussage von Sebastian Ulrich, Geschäftsführer von Nokia Deutschland, vom Verbraucher gut bewertet worden, so dass die Aussichten für eine künftige Kooperation mehr als gut sind. Mit der Integration von Secure NFC in die Smartphone-Geräte sei man auch fit für den Mobile Payment-Bereich, der stark im Kommen ist. Laut Ulrich ist ein Durchbruch von NFC auch von den Handelsunternehmen abhängig. Diese müssen den POS mit den entsprechenden Terminals aufrüsten. 

Location-Based-Anwendungen sind ein weiteres Steckenpferd im Nokia-Haus. Mit dem neuen Produkt "Nokia Here" möchte sich Nokia auch anderen Betriebssystemen öffnen. Der MobileMonday Vorstand Mark Wächter zeigte sich überrascht von der Ankündigung, dass "Nokia Here" auch jenseits des Windows-Systems zu finden sein wird, dennoch bleibt die enge Kooperation zwischen Nokia und Microsoft weiterhin unangetastet. 

Auf den Öffnet externen Link in neuem FensterM-Days können Unternehmen, die strategische Entscheidungshilfen im Bereich M-Commerce und Payment suchen, am 5. und 6. Februar 2013 sich mit weit über 40 Experten aus 120 Rednern im Kongressbereich austauschen.


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Ressort: Mobile
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""Top-Priorität oder gehyptes Phänomen: Welche Rolle spielt das Thema Mobile in den Unternehmen?"

 

Im Zuge des kommenden Internets der Dinge, in dem wir bis zum Jahr 2020 weltweit schon 50 Milliarden vernetzte Geräte erwarten, werden sich Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle in vielen Industriesegmenten stark verändern.  

Christoph Bach, Head of Practice Mobile Broadband WE, Ericsson GmbH

Die Verbraucher wollen die Marke Galeria Kaufhof auf allen Kanälen erleben, ob bequem von zuhause, mobil via Smartphone oder beim Erlebniseinkauf in der City. Wer Kunden gewinnen und halten will, muss online mehr bieten als eine Desktop-Variante.  

Nina Ehrenberg, Leitung E-Commerce, Galeria Kaufhof

In Unternehmen wird sich die mobile Peripherie zum festen Bestandteil der IT-Infrastruktur entwickeln. Sie besteht aus dem Zusammenspiel zwischen Technologien und konvergenten mobilen und stationären Endgeräten, wie NFC-fähige Multifunktionsgeräte.  

Roland Schweyer, Director IT Cluster & B2B, Samsung Electronic GmbH

Mobile bietet herausragende Kommunikationschancen. Um diese jedoch effektiv und effizient zu nutzen, müssen Kampagnen bereits „mobile first“, d.h. Device-gerecht gedacht und konzipiert werden. Dieser Umdenkungsprozess ist im Unternehmen angekommen.  

Uwe Storch, Head of Media, Ferrero

Smartphones sind universelle Bedien- und Anzeigegeräte, nicht nur „smarte“ Telefone. Sie werden Werkzeuge, Fernbedienungen und Steuergeräte der Zukunft. Die Industrie braucht neue Geschäftsmodelle, weil sie in der Zukunft andere Geräte verkauft.  

Klaus Liebe, Business Unit Manager, Zühlke Engineering GmbH

Das Smartphone wird ohne Zweifel bald eine zentrale Bezahlmethode sein - Chancen & Möglichkeiten sowohl für Handel wie Kunden sind zu groß! Was noch fehlt ist ein starker Standard, dem der Kunde vertraut und der vom Handel breit umgesetzt wird.  

Tobias Günther, CEO fournova Software GmbH

Mobile ist in den Unternehmen voll und ganz angekommen. So haben fast 70 Prozent aller großen Unternehmen eine BYOD-Policy oder planen eine solche innerhalb eines Jahres einzuführen. Die Vorteile sind kaum zu übersehen.  

Andreas Englisch, Produktmanager, BT (Germany) GmbH & Co. KG

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat ihre Markenbotschaft immer noch nicht auf den mobilen Kanal ausgerichtet. Hierbei zeigen 25 Millionen verkaufte Smartphones in diesem Jahr einen eindeutigen Wandel beim Medienkonsum auf. 

Björn Wendler, Geschäftsführer, madvertise media

Enterprise Mobility umfasst weit mehr als nur das Gerätemanagement. Es geht darum die komplette Wertschöpfungskette mobiler Daten und Prozesse zu optimieren. Diese Veränderung betrifft nicht nur die IT, sondern alle Bereich des Unternehmens.  

Kai Höhmann, Vorstand, Seven Principles AG

Wir stehen inmitten einer digitalen Revolution. Analoge Geschäftsabläufe werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mobile Endgeräte werden dabei für Nutzer die Input- und Output-Schnittstelle darstellen.  

Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer, Booz & Company
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