09.01.2018 - 13:14

KPMG: Digitalisierung erhöht Druck auf Automobilhersteller

Die wachsende Konkurrenz durch Digitalunternehmen lässt Fusionen von Automobilherstellern immer wahrscheinlicher werden. Zu diesem Ergebnis kommt die diesjährige Ausgabe der Global Automotive Executive Survey von KPMG.

Zu den größten Bedrohungen für etablierte Automobilunternehmen zählen Technologiekonzerne, die ihr Geschäftsmodell immer stärker in Richtung Mobilität ausweiten. Beim Kampf um die Schnittstelle zum Kunden und dessen Daten sind auch Fusionen großer Automobilhersteller für viele Top-Entscheider kein Tabu mehr. Das ist eines der Ergebnisse der diesjährigen Global Automotive Executive Survey, für die KPMG rund 900 Entscheider der Automobil- und Technologiebranche sowie gut 2.100 Konsumenten aus 43 Ländern befragt hat.

Die Bedeutung der Automobilkonzerne nimmt ab

So haben heute die 50 größten Autohersteller weltweit zusammen einen Marktwert, der nur etwa 20 Prozent der 15 größten Technologieunternehmen weltweit entspricht. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 waren es noch 40 Prozent. Zudem gehen 75 Prozent der Entscheider davon aus, dass der weltweite Anteil der in Westeuropa produzierten Kfz bis zum Jahr 2030 von heute etwa 15 Prozent auf unter fünf Prozent sinken wird. Auch die Zahl der Autohändler soll sinken: So ist sich die Mehrheit der Entscheider (56 Prozent) mehr oder weniger sicher, dass es bis zum Jahr 2025 um 30 bis 50 Prozent weniger Händler geben wird.

73 Prozent der Entscheider sind davon überzeugt, dass der öffentliche Personennahverkehr in den nächsten zehn Jahren von autonom fahrenden Kapseln ersetzt werden könnte. Bei den Antriebslösungen büßen Verbrennungsmotoren langfristig an Relevanz ein. Experten gehen davon aus, dass sich die Marktanteile der einzelnen Antriebsmöglichkeiten von Verbrennungsmotor (25 Prozent), Hybrid (24 Prozent), Brennstoffzelle (25 Prozent) und Elektroauto (26 Prozent) bis zum Jahr 2040 stark angleichen werden.

Alle Ergebnisse der Studie könne auf einer Opens external link in new windowextra hierfür eingerichteten Website abgerufen werden.


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Ressort: Studie, Mobile
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