11.07.2013 - 12:24

Kommentar: Tradedoubler über den Second Screen

Auch wenn die einzelnen Zahlen variieren, fest steht, der durchschnittliche Deutsche sieht gern fern. Zwischen zwei und vier Stunden sollen es täglich sein, je nachdem, welche Umfrage man zu Rate zieht. Dabei surfen inzwischen immer mehr Bundesbürger nebenbei im Internet. Den Second Screen zu nutzen hat sich etabliert, aber wie geht man als Unternehmen richtig damit um? Matthias Stadelmeyer, Vice President Sales bei Tradedoubler, hat sich dazu ein paar Gedanken gemacht. Tradedoubler ist ein international agierender Anbieter von Performance Marketing-Lösungen und -Technologien. Zu den werbetreibenden Kunden gehören unter anderem Dell, HP, American Express, und die Deutsche Telekom.

Matthias Stadelmeyer

Ohne Frage: die „Second Screen Sofa Shopper“ sind wahre Experten darin, parallel zum TV-Programm SMS zu schreiben, zu twittern oder Kommentare zum aktuellen Programm abzugeben. Viel wichtiger ist aber was sie sonst noch parallel zum Fernsehen tun. Sie informieren sich über Produkte und Marken, die sie auf der Mattscheibe sehen. Und ja, sie gehen noch einen Schritt weiter: sie shoppen!

Eine Untersuchung der Tradedoubler Insight Unit (Basis der Studie waren 2.500 Smartphone-Nutzer aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Polen) hat gezeigt, dass 42 Prozent der Second Screener in Deutschland ihr Mobilgerät nutzen, um mehr über ein Produkt zu erfahren, welches sie im TV beworben gesehen haben. 24 Prozent haben dieses Produkt sogar direkt gekauft. Gleichzeitig sehen wir eine nie dagewesene Jagd nach Schnäppchen, gerade auf mobilen Endgeräten. Ganz gleich ob Preisvergleich-, Gutschein- oder Cashback-App, 52 Prozent aller Einkäufer mit mobilem Internetzugang hat heute bereits mindestens eine entsprechende Performance Marketing-App auf ihrem Smartphone installiert. (Vergleiche hierzu auch Opens external link in new windowdiesen Artikel.)

Der Einfluss der mobilen Geräte steigt weiter

Der Markt hat sich verändert und er verändert sich weiter. Smartphones und Tablets sind zu einem entscheidenden Kanal für TV-Advertiser geworden, um ihren Return on Investment zu steigern. Das bedeutet aber auch, nach den Spielregeln des mobilen Kanals spielen zu müssen. Es hilft die kreativste Werbung nichts, wenn sie den Nutzer nicht in seinem Umfeld erreicht.

Konkret bedeutet das: Advertiser müssen ihre First Screen-Kampagnen auf dem Second Screen fortführen und dabei die Nutzergewohnheiten berücksichtigen. Parallel laufende, attraktive Angebote auf dem Second Screen – in Apps und auf mobilen Publisher-Seiten – halten die Aufmerksamkeit des Nutzers hoch. Das Timing ist hier wichtig! Denn selbst, wenn der Nutzer sich für ein entsprechendes Produkt interessiert, auf das er im Fernsehen aufmerksam gemacht wurde, die Chancen stehen hoch, dass er eine seiner installierten Performance Marketing-Apps nutzt, um weitere Informationen zu finden und – wenn der Preis stimmt – direkt zu kaufen. TV-Advertiser, die dies vernachlässigen, riskieren, dass ausgerechnet die Konkurrenz von der eigenen Werbung profitiert. Sie gehen nicht nur leichtsinnig mit ihren Werbe-Budgets um, sie ignorieren die Verhaltensmuster einer neuen Zielgruppe komplett.


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Ressort: Second Screen
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""Top-Priorität oder gehyptes Phänomen: Welche Rolle spielt das Thema Mobile in den Unternehmen?"

 

Im Zuge des kommenden Internets der Dinge, in dem wir bis zum Jahr 2020 weltweit schon 50 Milliarden vernetzte Geräte erwarten, werden sich Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle in vielen Industriesegmenten stark verändern.  

Christoph Bach, Head of Practice Mobile Broadband WE, Ericsson GmbH

Die Verbraucher wollen die Marke Galeria Kaufhof auf allen Kanälen erleben, ob bequem von zuhause, mobil via Smartphone oder beim Erlebniseinkauf in der City. Wer Kunden gewinnen und halten will, muss online mehr bieten als eine Desktop-Variante.  

Nina Ehrenberg, Leitung E-Commerce, Galeria Kaufhof

In Unternehmen wird sich die mobile Peripherie zum festen Bestandteil der IT-Infrastruktur entwickeln. Sie besteht aus dem Zusammenspiel zwischen Technologien und konvergenten mobilen und stationären Endgeräten, wie NFC-fähige Multifunktionsgeräte.  

Roland Schweyer, Director IT Cluster & B2B, Samsung Electronic GmbH

Mobile bietet herausragende Kommunikationschancen. Um diese jedoch effektiv und effizient zu nutzen, müssen Kampagnen bereits „mobile first“, d.h. Device-gerecht gedacht und konzipiert werden. Dieser Umdenkungsprozess ist im Unternehmen angekommen.  

Uwe Storch, Head of Media, Ferrero

Smartphones sind universelle Bedien- und Anzeigegeräte, nicht nur „smarte“ Telefone. Sie werden Werkzeuge, Fernbedienungen und Steuergeräte der Zukunft. Die Industrie braucht neue Geschäftsmodelle, weil sie in der Zukunft andere Geräte verkauft.  

Klaus Liebe, Business Unit Manager, Zühlke Engineering GmbH

Das Smartphone wird ohne Zweifel bald eine zentrale Bezahlmethode sein - Chancen & Möglichkeiten sowohl für Handel wie Kunden sind zu groß! Was noch fehlt ist ein starker Standard, dem der Kunde vertraut und der vom Handel breit umgesetzt wird.  

Tobias Günther, CEO fournova Software GmbH

Mobile ist in den Unternehmen voll und ganz angekommen. So haben fast 70 Prozent aller großen Unternehmen eine BYOD-Policy oder planen eine solche innerhalb eines Jahres einzuführen. Die Vorteile sind kaum zu übersehen.  

Andreas Englisch, Produktmanager, BT (Germany) GmbH & Co. KG

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat ihre Markenbotschaft immer noch nicht auf den mobilen Kanal ausgerichtet. Hierbei zeigen 25 Millionen verkaufte Smartphones in diesem Jahr einen eindeutigen Wandel beim Medienkonsum auf. 

Björn Wendler, Geschäftsführer, madvertise media

Enterprise Mobility umfasst weit mehr als nur das Gerätemanagement. Es geht darum die komplette Wertschöpfungskette mobiler Daten und Prozesse zu optimieren. Diese Veränderung betrifft nicht nur die IT, sondern alle Bereich des Unternehmens.  

Kai Höhmann, Vorstand, Seven Principles AG

Wir stehen inmitten einer digitalen Revolution. Analoge Geschäftsabläufe werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mobile Endgeräte werden dabei für Nutzer die Input- und Output-Schnittstelle darstellen.  

Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer, Booz & Company
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