06.06.2018 - 10:40

Kaufverhalten: Es wird nicht gekauft, wo gesucht wird

Ein Blick auf die Online Customer Journey: Dass nicht jeder Kunde sofort dort kauft, wo er seine Suche beginnt, ist bekannt. Aktuelle Zahlen einer Studie zeigen nun, dass sich so tatsächlich nur jeder vierte Onlineshopper verhält.

Nur 26 Prozent aller Nutzer kaufen ein Produkt sofort in dem Webshop, in dem sie angefangen haben zu suchen. 33 Prozent sehen sich auf anderen Webseiten um, kehren dann aber wieder für den Kauf zur Ausgangsseite zurück. 35 Prozent kommen nicht wieder und kaufen woanders im Web, später im Laden oder auch gar nicht. Das sind zentrale Ergebnisse einer Online-Umfrage von innofact im Auftrag des Technologieunternehmens intelliAd Media GmbH. Für die Studie befragte das Marktforschungsunternehmen im April insgesamt 1.056 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren.

Produktsuche: Google und Amazon dominieren

Während in vielen anderen Märkten, insbesondere in den USA, Amazon bereits den höchsten Marktanteil bei der Suche nach Produkten erzielt, kann sich in Deutschland - zumindest laut Befragung - Google (inklusive Google Shopping) noch vor Amazon platzieren. Drei von vier Produktsuchen starten in Deutschland beim Suchmaschinen-Riesen, während 62 Prozent (Mehrfachnennungen waren möglich) auf Amazon ihre Einkaufstour im Web beginnen. Danach folgt mit Ebay das dritte US-Unternehmen (43 Prozent). Von den deutschen Playern erreichen nur Media Markt/Saturn (13 Prozent) und Zalando (12 Prozent) einen zweistelligen Marktanteil.

„Die Befragung zeigt mehr als deutlich, dass es Händler im Netz mit sprunghaften Konsumenten zu tun haben. Gleichzeitig dominieren Google und Amazon ganz klar die Produktsuche, weit vor den einheimischen Händlern. E-Commerce-Verantwortliche, die ihr Budget umsatzsteigernd und gleichzeitig effizient einsetzen wollen, kommen daher nicht umhin, ihre Partizipation auf beiden Kanälen genau zu analysieren und definieren“, kommentiert Frank Rauchfuß, Geschäftsführer und CEO der intelliAd Media GmbH, die Ergebnisse. „Insbesondere bei steigendem Wettbewerb und einer hohen Anzahl an Kampagnen bzw. Produkten ist es zudem unumgänglich, automatisierte Tools sowie KI- und Machine Learning-Technologien für eine kosteneffiziente Kampagnenausspielung gezielt einzusetzen – und so den bestmöglichen Output für sein Unternehmen zu erzielen.“


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Ressort: Studie, Commerce
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""Top-Priorität oder gehyptes Phänomen: Welche Rolle spielt das Thema Mobile in den Unternehmen?"

 

Im Zuge des kommenden Internets der Dinge, in dem wir bis zum Jahr 2020 weltweit schon 50 Milliarden vernetzte Geräte erwarten, werden sich Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle in vielen Industriesegmenten stark verändern.  

Christoph Bach, Head of Practice Mobile Broadband WE, Ericsson GmbH

Die Verbraucher wollen die Marke Galeria Kaufhof auf allen Kanälen erleben, ob bequem von zuhause, mobil via Smartphone oder beim Erlebniseinkauf in der City. Wer Kunden gewinnen und halten will, muss online mehr bieten als eine Desktop-Variante.  

Nina Ehrenberg, Leitung E-Commerce, Galeria Kaufhof

In Unternehmen wird sich die mobile Peripherie zum festen Bestandteil der IT-Infrastruktur entwickeln. Sie besteht aus dem Zusammenspiel zwischen Technologien und konvergenten mobilen und stationären Endgeräten, wie NFC-fähige Multifunktionsgeräte.  

Roland Schweyer, Director IT Cluster & B2B, Samsung Electronic GmbH

Mobile bietet herausragende Kommunikationschancen. Um diese jedoch effektiv und effizient zu nutzen, müssen Kampagnen bereits „mobile first“, d.h. Device-gerecht gedacht und konzipiert werden. Dieser Umdenkungsprozess ist im Unternehmen angekommen.  

Uwe Storch, Head of Media, Ferrero

Smartphones sind universelle Bedien- und Anzeigegeräte, nicht nur „smarte“ Telefone. Sie werden Werkzeuge, Fernbedienungen und Steuergeräte der Zukunft. Die Industrie braucht neue Geschäftsmodelle, weil sie in der Zukunft andere Geräte verkauft.  

Klaus Liebe, Business Unit Manager, Zühlke Engineering GmbH

Das Smartphone wird ohne Zweifel bald eine zentrale Bezahlmethode sein - Chancen & Möglichkeiten sowohl für Handel wie Kunden sind zu groß! Was noch fehlt ist ein starker Standard, dem der Kunde vertraut und der vom Handel breit umgesetzt wird.  

Tobias Günther, CEO fournova Software GmbH

Mobile ist in den Unternehmen voll und ganz angekommen. So haben fast 70 Prozent aller großen Unternehmen eine BYOD-Policy oder planen eine solche innerhalb eines Jahres einzuführen. Die Vorteile sind kaum zu übersehen.  

Andreas Englisch, Produktmanager, BT (Germany) GmbH & Co. KG

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat ihre Markenbotschaft immer noch nicht auf den mobilen Kanal ausgerichtet. Hierbei zeigen 25 Millionen verkaufte Smartphones in diesem Jahr einen eindeutigen Wandel beim Medienkonsum auf. 

Björn Wendler, Geschäftsführer, madvertise media

Enterprise Mobility umfasst weit mehr als nur das Gerätemanagement. Es geht darum die komplette Wertschöpfungskette mobiler Daten und Prozesse zu optimieren. Diese Veränderung betrifft nicht nur die IT, sondern alle Bereich des Unternehmens.  

Kai Höhmann, Vorstand, Seven Principles AG

Wir stehen inmitten einer digitalen Revolution. Analoge Geschäftsabläufe werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mobile Endgeräte werden dabei für Nutzer die Input- und Output-Schnittstelle darstellen.  

Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer, Booz & Company
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