08.02.2018 - 10:59

Jeder Fünfte schließt seine Versicherung online ab

Der Online-Trend im Versicherungsgeschäft setzt sich weiter fort: Laut einer aktuellen Studie wird inzwischen jede fünfte Versicherung online abgeschlossen. Vergleichsportale und Gesellschaftsseiten halten sich dabei die Waage.

Die Online-Abschlussrate bei Versicherungen erreicht somit erstmals die 20-Prozent-Marke. Von den getätigten Neuabschlüssen wurde jeweils die Hälfte über ein Vergleichsportal sowie direkt auf einer Gesellschaftsseite getätigt. Während sich die Vergleichsportale im Vergleich zum Vorjahr von sieben auf zehn Prozent steigern konnten, stagnieren die Onlineabschlüsse auf der Homepage des Versicherers bei zehn Prozent. Dies ist das Ergebnis der Studie „Kundenmonitor e-Assekuranz“ des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die 9.450 Versicherungsentscheider und -mitentscheider in 2017 befragt wurden.

Seit dem Beginn der jährlichen Erhebung im Jahr 1996 geht die Zunahme des Onlinevertriebs wie auch des schriftlichen Vertriebs zulasten des Agentur- und Vertretervertriebs, der erstmals weniger als 50 Prozent der Neuabschlüsse auf sich vereinen kann.

Versicherungsnehmer im Bereich Kfz und Haftpflicht besonders onlineaffin

Gegliedert nach Sparten wurden insbesondere viele Online-Neuabschlüsse in den Bereichen Kfz (31 Prozent), Autoschutzbrief (25 Prozent) und private Haftpflicht (24 Prozent) getätigt. Anders sieht es in den Bereichen der Vorsorge aus, bei denen der personengebundene Versicherungsabschluss über Vertreter und Makler weiterhin dominiert – nur vier Prozent der befragten Versicherungsentscheider und -mitentscheider schlossen eine Berufsunfähigkeitsversicherung online über die Internetseite eines Versicherers oder ein Vergleichsportal ab. Ähnlich wenige Onlineabschlüsse wurden bei Basis- und fondsgebundenen Renten (jeweils 3 Prozent) getätigt.

Akzeptanz von Maklern rückläufig

Die allgemeine Akzeptanz des Onlinevertriebs zeigt sich seit 2015 weitestgehend konstant. Jeder Dritte gibt an, dass er sich einen Vertragsabschluss über einen Onlinekanal aktuell oder zukünftig vorstellen kann. Die Entwicklung der Akzeptanz von Versicherungsmaklern zeigt sich eher rückläufig und findet sich 2017 mit 46 Prozent Akzeptanz unter den Befragten sechs Prozentpunkte unter dem Höchstwert von 52 Prozent in 2015.


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Ressort: Studie, Commerce
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