24.03.2016 - 09:45

Internetwirtschaft wird treibende Wirtschaftskraft Deutschlands

Die deutsche Internetwirtschaft wächst sechs- bis siebenmal schneller als die deutsche Gesamtwirtschaft, so eine Studie des eco Verbands und Arthur D. Little. Damit würde sie die Automobilindustrie in zwölf Jahren überholen.

Die aktuelle Prognose der Bundesregierung für das deutsche Wirtschaftswachstum liegt für 2016 bei 1,7 Prozent und für 2017 bei 1,5 Prozent. Dagegen wird die deutsche Internetwirtschaft bis zum Jahr 2019 um jährlich durchschnittlich 12 Prozent wachsen, so die Studie Opens external link in new window„Die deutsche Internetwirtschaft 2015 – 2019“des eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. In wenigen Jahren würde sie damit Traditionsbranchen wie den Maschinenbau oder die Automobilindustrie überholen.

„Bleiben die Wachstumsraten der einzelnen Wirtschaftszweige in den kommenden Jahren gleich – und momentan spricht nichts für große Veränderungen diesbezüglich –, dann wird die deutsche Internetwirtschaft bereits in fünf Jahren die Maschinenbauindustrie und die chemisch-pharmazeutische Industrie überholen“, erklärt Lars Riegel, Principal bei Arthur D. Little. „Im Jahr 2028 wird sie sogar die Automobilindustrie hinter sich lassen, die derzeit noch das größte Marktvolumen beisteuert.“

Auswirkungen auf andere Branchen

Mit der wachsenden Bedeutung der Internetwirtschaft wird sie auch immer stärker zur Beschäftigung in der Bundesrepublik beitragen. Die Studie geht dabei davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten von 243.000 im Jahr 2015 auf 332.000 im Jahr 2019 steigen wird. Das entspricht einem jährlichen Anstieg von über acht Prozent.

Der technische Fortschritt, der in der Internetwirtschaft generiert wird, ermöglicht anderen Sparten deutliche Prozessoptimierungen, etwa der Logistikbranche. Zudem können so unzählige Güter und Dienstleistungen direkt über das Internet bezogen werden, Stichwort: E-Commerce. Damit transformiert und revolutioniert die deutsche Internetwirtschaft auch andere Branchen. „Die Internetwirtschaft ist somit ein Treiber für das Wachstum und vor allem auch die Wettbewerbsfähigkeit anderer Industrien“, so eco Geschäftsführer Harald A. Summa. „Unternehmen, die sich heutzutage nicht aktiv mit der digitalen Transformation beschäftigen, werden ins Hintertreffen geraten. Somit ist die Internetwirtschaft ein wesentlicher Faktor für die Gesamtwirtschaft, um auch künftig im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.“


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Ressort: Studie, Business Solutions
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