31.07.2013 - 17:13

In der digitalen Welt ist nichts so beständig wie der Wandel

„Kundenbindung war schon immer das Ziel aller Unternehmen“, erklärt Matthias Wäßle, Manager Marketing Communications bei Tobit.Software. Mit dem "Digitalen Lebensgefährten" in Form eines Smartphones sei diese nun auch wesentlich intensiver möglich als noch vor ein paar Jahren. „Wir sind ewige Start-Ups“ bringt Wäßle es auf den Punkt. Informationsflut und Mehrwerte müssen unter einen Hut gebracht werden, aber wie?

Matthias Wäßle, Manager Marketing Communications bei Tobit.Software.

Die Einführung des Smartphones mit all seinen Sensoren und Möglichkeiten, vor allem auch in Verbindung mit einer digitalen Identität (Facebook Connect) gehöre in die Top-10 der bedeutendsten Erfindungen der Menschheit, erklärt Wäßle. Immer und überall Online, per Push erreichbar, multimedial und bidirektional. Allerdings sei der „Life Companion“ noch zu sehr „Fremdkörper“, erklärt er weiter. Daher forsche man bei Tobit.Software sehr intensiv daran, dem Menschen Antworten zu liefern bevor er die Frage überhaupt gestellt hat. Ein erster Schritt dorthin ist die neue chayns-Sofware.

Das Problem ist die Informationsflut

„Betrachtet man Kundenbindung über soziale Kanäle wie Facebook so hat man aus Marketing-Sicht den Fluch gleich mit im Gepäck, den es als Segen bringt: Information Overkill, “ sinniert er weiter. Wer hunderte von Freunden und hunderte von geliketen Seiten habe, der bekomme nur noch einen Bruchteil der Dinge zu sehen, die in seinem Newsfeed landen. Besonders kleinere Unternehmen mit kleinen Communities litten darunter, da ihre Postings in dieser Flut einfach untergingen. Und nur gegen mehr oder weniger viel Geld bringe Facebook sie bei den Usern auf den Schirm. „Der Wert von einem schlichten "Like" ist heute lange nicht mehr so hoch wie noch vor ein, zwei Jahren.

Besser sei es da zwar zahlenmäßig weniger User zu erreichen, diese dafür aber zuverlässig. Man muss sich also irgendwie aus der Masse abheben. Die Lösung, die Tobit.Software dafür anbietet heißt chayns. Mit ihr kann man neue Apps erstellen, allerdings seien diese nur das Mittel zum Zweck: eine permanente virtuelle Verbindung zum Kunden zu halten, ganz direkt und ohne Social Media.

Mehrwerte bieten, aber wie?

Auch hier muss man erst einmal Überzeugungsarbeit leisten. Die Frage ist schließlich, wieso sollte jemand überhaupt die App installieren oder den Like-Button klicken. Man muss sich schon etwas einfallen lassen, wenn man dem User einen Mehrwert bieten möchte. Das klassische Facebook-Gewinnspiel ist da wohl die bekannteste Lösung, aber auch etwas zu kurz gedacht. Schließlich ist nicht jeder bei Facebook und die Informationsflut durch eine Gewinnspielflut zu ersetzen wäre wohl ebenso kontra-produktiv. Smartphone-Apps wären eine direktere Alternative, die Hemmschwelle diese zu installieren ist aber wohl noch größer als etwas zu liken.

Die Unternehmen, die chayns nutzen, versuchen den User von der Nützlichkeit ihrer Anwendung auf die unterschiedlichsten Arten zu überzeugen. „Einige geben Anreize, wenn man die App auf dem Smartphone an der Kasse zeigt, andere bieten exklusive interaktive Funktionen. Von der Tischreservierung oder Termin-Vereinbarung bis zur "Fernwirkung" zu Unterhaltungszwecken. Aber falsch sind auch Gewinnspiele nicht: Das Bundesliga Tippspiel, das unsere Kunden kostenlos einbinden können, schlägt alle Rekorde. Fußball ist halt immer noch die wichtigste Nebensache der Welt, “ fasst Weiße zusammen.

Das Bessere ist der Feind des Guten

Auf die Frage, was die Zukunft wohl bereithält, antwortet Wäßle: „Erfahrung ist in dieser Branche wenig Wert. Wir sind da eher ein ewiges StartUp-Unternehmen: Alle paar Jahre fangen wir wieder von vorne an, nehmen aber natürlich auch immer sehr viel aus der "alten Welt" mit. Wirklich beständig ist da nur eines: Der Wandel. Immer wenn man glaubt, jetzt hat sich aber wirklich etwas etabliert, war es dann gleich immer auch vorbei damit. Das Bessere ist halt noch immer des Guten Feind.“

Wer mehr über chayns erfahren will, sollte auf dem Opens external link in new windowApp Day am Vortag der dmexco in Köln vorbei schauen. Dort stellt Tobit.Software das Programm ausführlich vor.


Anzeige

posten in:


Ressort: Interviews, Applikationen
von:

""Top-Priorität oder gehyptes Phänomen: Welche Rolle spielt das Thema Mobile in den Unternehmen?"

 

Im Zuge des kommenden Internets der Dinge, in dem wir bis zum Jahr 2020 weltweit schon 50 Milliarden vernetzte Geräte erwarten, werden sich Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle in vielen Industriesegmenten stark verändern.  

Christoph Bach, Head of Practice Mobile Broadband WE, Ericsson GmbH

Die Verbraucher wollen die Marke Galeria Kaufhof auf allen Kanälen erleben, ob bequem von zuhause, mobil via Smartphone oder beim Erlebniseinkauf in der City. Wer Kunden gewinnen und halten will, muss online mehr bieten als eine Desktop-Variante.  

Nina Ehrenberg, Leitung E-Commerce, Galeria Kaufhof

In Unternehmen wird sich die mobile Peripherie zum festen Bestandteil der IT-Infrastruktur entwickeln. Sie besteht aus dem Zusammenspiel zwischen Technologien und konvergenten mobilen und stationären Endgeräten, wie NFC-fähige Multifunktionsgeräte.  

Roland Schweyer, Director IT Cluster & B2B, Samsung Electronic GmbH

Mobile bietet herausragende Kommunikationschancen. Um diese jedoch effektiv und effizient zu nutzen, müssen Kampagnen bereits „mobile first“, d.h. Device-gerecht gedacht und konzipiert werden. Dieser Umdenkungsprozess ist im Unternehmen angekommen.  

Uwe Storch, Head of Media, Ferrero

Smartphones sind universelle Bedien- und Anzeigegeräte, nicht nur „smarte“ Telefone. Sie werden Werkzeuge, Fernbedienungen und Steuergeräte der Zukunft. Die Industrie braucht neue Geschäftsmodelle, weil sie in der Zukunft andere Geräte verkauft.  

Klaus Liebe, Business Unit Manager, Zühlke Engineering GmbH

Das Smartphone wird ohne Zweifel bald eine zentrale Bezahlmethode sein - Chancen & Möglichkeiten sowohl für Handel wie Kunden sind zu groß! Was noch fehlt ist ein starker Standard, dem der Kunde vertraut und der vom Handel breit umgesetzt wird.  

Tobias Günther, CEO fournova Software GmbH

Mobile ist in den Unternehmen voll und ganz angekommen. So haben fast 70 Prozent aller großen Unternehmen eine BYOD-Policy oder planen eine solche innerhalb eines Jahres einzuführen. Die Vorteile sind kaum zu übersehen.  

Andreas Englisch, Produktmanager, BT (Germany) GmbH & Co. KG

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat ihre Markenbotschaft immer noch nicht auf den mobilen Kanal ausgerichtet. Hierbei zeigen 25 Millionen verkaufte Smartphones in diesem Jahr einen eindeutigen Wandel beim Medienkonsum auf. 

Björn Wendler, Geschäftsführer, madvertise media

Enterprise Mobility umfasst weit mehr als nur das Gerätemanagement. Es geht darum die komplette Wertschöpfungskette mobiler Daten und Prozesse zu optimieren. Diese Veränderung betrifft nicht nur die IT, sondern alle Bereich des Unternehmens.  

Kai Höhmann, Vorstand, Seven Principles AG

Wir stehen inmitten einer digitalen Revolution. Analoge Geschäftsabläufe werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mobile Endgeräte werden dabei für Nutzer die Input- und Output-Schnittstelle darstellen.  

Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer, Booz & Company
Previous
Next