27.11.2018 - 12:47

Fast jeder zehnte Bauer setzt auf Drohnen

Fast jeder zehnte Landwirt (9 Prozent) setzt Drohnen ein: Vier Prozent fliegen selbst, fünf Prozent engagieren externe Dienstleister. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes in Zusammenarbeit mit dem Bitkom.

Für die repräsentative Umfrage wurden 420 landwirtschaftliche Betriebsleiter befragt. Demnach verwenden vor allem Unternehmen mit mehr als 100 Hektar Fläche die fliegenden Helfer: Hier vertrauen 12 Prozent auf eigene Drohnen, weitere 13 Prozent verwenden Geräte externer Dienstleister. „In keiner anderen Branche werden Drohnen vergleichbar intensiv genutzt wie in der Landwirtschaft“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Bauern sind einmal mehr Vorreiter der Digitalisierung.“

Die Einsatzgebiete von Drohnen sind dabei sehr vielfältig. Aus der Vogelperspektive werden viele Dinge sichtbar, die man vom Boden aus nicht erkennen kann. So können beispielsweise nicht nur Tiere vor dem Mähtod gerettet werden, dank der unterschiedlichen Färbung der Felder lassen sich auch Rückschlüsse auf zu treffende ackerbauliche Maßnahmen wie Düngung, Bewässerung und den richtigen Erntezeitpunkt ziehen. Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes: „Der Einsatz digitaler Technologien steigert die Akzeptanz moderner Landwirtschaft in der Öffentlichkeit. Denn High-Tech ermöglicht, noch nachhaltiger zu arbeiten, weil dadurch das Tierwohl erhöht wird und die Felder pflanzen- und umweltgerechter bewirtschaftet werden.“

In jedem dritten Fall (33 Prozent) dienen die Drohnen zur Wildrettung beziehungsweise zur Vermeidung von Wildschäden. Beinahe ebenso häufig (32 Prozent) wird die Drohnentechnik genutzt, um den Zustand von Pflanzen und Böden exakter zu messen. Drei von zehn Landwirten, die Drohnen einsetzen (31 Prozent), tun dies zum Schutz der Pflanzenbestände und zur Ausbringung von Nützlingen. Rund jeder fünfte Drohnennutzer kartiert mit den Drohnen seine Erträge (22 Prozent) und führt Bestandskontrollen durch (18 Prozent).


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Ressort: Studie, Business Solutions
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