19.04.2018 - 10:58

Erfolgreicher Online-Handel durch Video-Formate

Wer einen Onlineshop betreibt oder online Produkte verkauft, dem bieten Videos eine gute Komponente für den zielgerichteten Abverkauf. Kim Dormann, Geschäftsführer von Redpinata, erklärt im Gastbeitrag worauf es dabei ankommt.

Kim Dormann (31) ist Mitgründer und Geschäftsführer von Redpinata, einem Hamburger Video-Produktionshaus für hochwertigen Bewegtbild-Content. Der diplomierte Designer verfügt über langjährige Erfahrungen als Musiker, Web-Entwickler und Außenhandelskaufmann. Seit 2010 ist er mit Redpinata selbständig, einem der ersten Video-Content Realisierer weltweit. Dort verbindet er authentische Medien mit Marken und Sendern und hilft dabei, Interaktion und Nachfrage mit relevanten Videoformaten zu bedienen.

Richtig geplante und auf den Punkt realisierte Bewegtbild-Formate können neben der Vermittlung erklärungsbedürftiger Produkte auch emotionale Werte transportieren und Interesse für ein Produkt schaffen. Wie immer stehen dabei Ziel und Zielgruppe für einen erfolgreichen Einsatz an erster Stelle und sollten vorab definiert werden. Zudem ist die gewählte Plattform entscheidend für den Erfolg des entsprechenden Video-Formats.

Auch wenn man mehrere Plattformen und Player zum Einsatz bringen möchte, ist es wichtig, die Videos den jeweiligen Anwendungen anzupassen.

Was in sozialen Meiden wichtig ist

Youtube-Videos zum Beispiel benötigen neben dem reinen Film-Inhalt noch passende SEO-Beschreibungen, Meta-Tags und ein „gutes“ Thumbnail. Das Videoformat als solches muss dann schnell auf den Punkt kommen oder den Zuschauer zwecks Verweildauer bei Laune halten. Gerade innerhalb der ersten 5-10 Sekunden werden bereits viele Videos abgebrochen.

Bei Facebook-Videos ist nicht nur zu beachten, das Video bei Facebook hochzuladen, sondern auch hier darauf eingestellt zu sein, dass ein Video im Newsfeed deutlich weniger Zeit hat sich zu beweisen. Aktuell liegt die durchschnittliche Watch-Time im Feed bei ca. 1,5 Sekunden. Heißt: wer hier nicht überzeugt ist nicht relevant und das Video wird ggf. gar nicht gesehen. Facebook-Videos spielen darüberhinaus oft auch ohne Ton. Hier benötigt man also ein Spiel zwischen Bild und Text, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Videos im Shopping-Umfeld

Ist ein Kunde bereits pro-aktiv auf ein Produkt, z.B. bei Amazon, gestoßen, dann sollte das Video die ggf. entstandenen Fragen zum Produkt beantworten und Anwendungsbeispiele darstellen. Dabei geht es um Vertrauen in das Produkt, um den Kaufinteressenten zu überzeugen. Gleiches gilt, wenn der Kunde über Videos innerhalb der Kaufevaluation für das Produkt überzeugt werden soll, oder zwischen mehreren Produkten die Auswahl hat.

Neben Tutorials zur Beschreibung der Anwendung und ansprechenden Produktvisualisierungen können dabei natürlich auch noch andere Menschen (Influencer) zum Tragen kommen und deren Reaktion auf das Produkt, sowie die Transferleistung die beim Rezipienten passieren muss um sich das Dargestellte in die eigene Situation denken zu können.

Doch neben den vielen Variablen im Video-Segment gibt es Klarheit darüber, dass nur das kontinuierliche und stetige Ausprobieren zum jeweils besten Ergebnis führt. Sprich die Zielsetzung, die Ausdauer und die iterative Anpassung des Formates bieten viele Parameter auf dem Weg zum optimalen Video im E-Commerce.


Anzeige

posten in:


Ressort: Expertenbeitrag, Commerce
von:

""Top-Priorität oder gehyptes Phänomen: Welche Rolle spielt das Thema Mobile in den Unternehmen?"

 

Im Zuge des kommenden Internets der Dinge, in dem wir bis zum Jahr 2020 weltweit schon 50 Milliarden vernetzte Geräte erwarten, werden sich Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle in vielen Industriesegmenten stark verändern.  

Christoph Bach, Head of Practice Mobile Broadband WE, Ericsson GmbH

Die Verbraucher wollen die Marke Galeria Kaufhof auf allen Kanälen erleben, ob bequem von zuhause, mobil via Smartphone oder beim Erlebniseinkauf in der City. Wer Kunden gewinnen und halten will, muss online mehr bieten als eine Desktop-Variante.  

Nina Ehrenberg, Leitung E-Commerce, Galeria Kaufhof

In Unternehmen wird sich die mobile Peripherie zum festen Bestandteil der IT-Infrastruktur entwickeln. Sie besteht aus dem Zusammenspiel zwischen Technologien und konvergenten mobilen und stationären Endgeräten, wie NFC-fähige Multifunktionsgeräte.  

Roland Schweyer, Director IT Cluster & B2B, Samsung Electronic GmbH

Mobile bietet herausragende Kommunikationschancen. Um diese jedoch effektiv und effizient zu nutzen, müssen Kampagnen bereits „mobile first“, d.h. Device-gerecht gedacht und konzipiert werden. Dieser Umdenkungsprozess ist im Unternehmen angekommen.  

Uwe Storch, Head of Media, Ferrero

Smartphones sind universelle Bedien- und Anzeigegeräte, nicht nur „smarte“ Telefone. Sie werden Werkzeuge, Fernbedienungen und Steuergeräte der Zukunft. Die Industrie braucht neue Geschäftsmodelle, weil sie in der Zukunft andere Geräte verkauft.  

Klaus Liebe, Business Unit Manager, Zühlke Engineering GmbH

Das Smartphone wird ohne Zweifel bald eine zentrale Bezahlmethode sein - Chancen & Möglichkeiten sowohl für Handel wie Kunden sind zu groß! Was noch fehlt ist ein starker Standard, dem der Kunde vertraut und der vom Handel breit umgesetzt wird.  

Tobias Günther, CEO fournova Software GmbH

Mobile ist in den Unternehmen voll und ganz angekommen. So haben fast 70 Prozent aller großen Unternehmen eine BYOD-Policy oder planen eine solche innerhalb eines Jahres einzuführen. Die Vorteile sind kaum zu übersehen.  

Andreas Englisch, Produktmanager, BT (Germany) GmbH & Co. KG

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat ihre Markenbotschaft immer noch nicht auf den mobilen Kanal ausgerichtet. Hierbei zeigen 25 Millionen verkaufte Smartphones in diesem Jahr einen eindeutigen Wandel beim Medienkonsum auf. 

Björn Wendler, Geschäftsführer, madvertise media

Enterprise Mobility umfasst weit mehr als nur das Gerätemanagement. Es geht darum die komplette Wertschöpfungskette mobiler Daten und Prozesse zu optimieren. Diese Veränderung betrifft nicht nur die IT, sondern alle Bereich des Unternehmens.  

Kai Höhmann, Vorstand, Seven Principles AG

Wir stehen inmitten einer digitalen Revolution. Analoge Geschäftsabläufe werden in absehbarer Zeit digitalisiert. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mobile Endgeräte werden dabei für Nutzer die Input- und Output-Schnittstelle darstellen.  

Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer, Booz & Company
Previous
Next