12.06.2018 - 11:40

EHI-Studie „Omnichannel-Commerce 2018“

Von den Top-1.000-Onlineshops bieten über ein Viertel Omnichannel-Services in ihrem stationären Geschäft an. Ein umfassendes Omnichannel-Portfolio haben aber nur wenige, so die EHI-Studie „Omnichannel-Commerce 2018“.

Es sind insbesondere größere, umsatzstarke Onlineshops, die eine Omnichannel Strategie verfolgen. Innerhalb der 100 umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland betreiben 42 Unternehmen Omnichannel als das vorherrschende Mehrkanal-Modell. 37 sind reine Online-Pureplayer und 21 Anbieter setzen auf Multichannel, so die Studie des EHI.

Nach Umsätzen gegliedert setzen von den 62 Online-Händlern mit einem Jahresumsatz über 100 Mio. Euro 28 auf Omnichannel, 14 auf Multichannel und 20 auf Singlechannel. Bei den kleineren Shops mit einem Umsatz bis 10 Mio. Euro dreht sich das Verhältnis und nur noch 112 von 510 Unternehmen bieten Omnichannel-Services.

Service in Grenzen

Von den Top-1.000 Onlineshops in Deutschland verfolgen 274 ein Omnichannel-Konzept. Die Verbreitung der entsprechenden Dienste ist aber noch gering. Nur Click & Collect ist bei fast allen (250) im Angebot, allerdings gilt das nur für das Bezahlen online. Das Serviceangebot mit kombinierter Filial-Bezahlung bieten 152 Shops ihren Kunden und Instore-Return – also online bestellte Ware in der Filiale zurückzugeben – ist nur bei 125 Händlern möglich. Schon vor zwei Jahren bewertete ein Großteil der Händler eine Online-Verfügbarkeitsanzeige als wichtig, faktisch bieten den Service aber nur 121 Onlineshops an. Die Möglichkeit, eine Onlineshop-Bestellung bspw. via Mitarbeiter Tablet durchzuführen, die sogenannte Instore-Order, hat sich erst bei 41 der 274 Händler durchgesetzt.

„Grund für das dürftige Angebot ist vermutlich die hohe Komplexität bei der Implementierung der einzelnen Services“, so Christoph Langenberg, Projektleiter E-Commerce. „Die Online-Verfügbarkeitsanzeige beispielsweise setzt eine gute Verzahnung von Online- und Offline Warenwirtschaft voraus“.

Infos auf den zweiten Blick

Wer Informationen über die angebotenen Omnichannel-Services haben möchte, muss in vielen Shops etwas genauer hinsehen. Von den untersuchten Diensten ist Click & Collect mit Online-Bezahlung bei 122 Unternehmen (von 250) auf der Startseite zu finden. Generell sind Angaben zum Service häufig nicht direkt zu sehen und für eine Auflistung aller Angebote muss der Kunde – wenn überhaupt – ganz herunter scrollen.

In einer Opens external link in new windowinteraktiven Grafik stellt der EHI die Top-Omnichannel-Shops in Deutschland dar. Sie zeigt alle Omnichannel-Händler mit mindestens 10 Filialen, deren Onlineshop im Geschäftsjahr 2016 mehr als 5 Mio. Euro Umsatz erzielt hat.


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Ressort: Studie, Commerce
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