28.04.2015 - 12:13

„Als Drittvermarkter spielt man eine untergeordnete Rolle“

Die Poged GmbH hat den Schritt vom Vermarkter zum Entwickler gewagt. Managing Director Tim Ehling erklärt im Interview, welche Vorteile dies für sein Unternehmen brachte und welche Kampagne besonders wichtig für ihn ist.

Herr Ehling, POGED hat sich vom Mobile Games Vermarkter zum Entwickler gewandelt. Was hat sie angetrieben?

 

Tim Ehling:  Der Vorteil als Vermarkter ist, dass man funktionierende Marketingstrategien auf eine große Anzahl von Kunden und Spiele anwenden kann. Auf der anderen Seite ist man jedoch immer an die Vorgaben und Ziele des Kunden gebunden und hat keinen Einfluss auf die Weiterentwicklung des Produktes. Aus der Zusammenarbeit mit unseren Kunden wussten wir bereits, dass viele Marketingkennzahlen sich bestens eignen um ein Produkt weiter zu entwickeln, immer mit dem Ziel, das Produkt für eine möglichst breite Zielgruppe attraktiv zu gestalten. Dadurch haben wir uns letztendlich dazu entschlossen, ein eigenes Mobile Game zu entwickeln bei dem wir Vermarktung und Game-Design möglichst eng zusammen bringen.

Das Vermarkten haben Sie dabei aber nicht verlernt?

 

Tim Ehling: Ganz sicher nicht. Ein eigenes Game gibt uns die Freiheit, sämtliche Optimierungsmaßnahmen am Spiel selbstständig zu verändern. Wodurch wir noch genauer messen können, welche Nutzer unser Spiel spielen und diese Daten dann auch wieder in die Vermarktung einfließen lassen. Zudem haben wir durch die Vermarktung von hunderten von Games sehr viel über Zielgruppen und deren Vorlieben gelernt und sind somit für die Vermarktung unseres eigenen Spiels hervorragend aufgestellt.

Als entwickelnder Vermarkter kennen Sie ja beide Welten – was ist denn nun entscheidend? Die richtige Vermarktung oder das richtige Produkt?

 

Tim Ehling: Wie bereits beschrieben geht beides Hand in Hand. Bei einem schlechten Spiel bringt die beste Vermarktung nichts und mit schlechtem Marketing wird auch ein gutes Spiel meist kein Erfolg. Der Vorteil als Entwickler ist, dass die großen Werbenetzwerke von Apple und Facebook sich auf Entwickler ausgerichtet haben und man als Drittvermarkter hier meist eine untergeordnete Rolle spielt.

Ihr neues Spiel „Let‘s Zoo It!“ wird von einer Tierpatenschaft im Serengeti Park Hodenhagen begleitet. Neben der caritativen Wirkung geht damit auch ein Marketing-Effekt einher. Welches der beiden Ziele stand am Anfang der Kampagne?

Tim Ehling: Wir haben uns als Unternehmen bereits mehrfach, meist in Form von Spenden, für soziale Zwecke engagiert. Die Idee einen caritativen bzw. sozialen Mehrwert durch unser Unternehmen zu schaffen gab es also schon länger, bisher fehlte uns jedoch der richtige Ansatz um den Zweck auch sinnvoll mit unserer Dienstleistung zu verknüpfen. Für uns war es wichtig, ein Thema zu finden, das genau zu unserem Produkt passt und bei dem sowohl unser Produkt als auch der Kooperationspartner gleichermaßen profitieren. Wir sind daher sehr glücklich, mit dem Serengeti-Park einen Partner gefunden zu haben, der die Themen Tiere und Zoo bestens repräsentiert, aber auch eine wirklich sinnvolle Arbeit leistet.


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Ressort: Interviews, Applikationen
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""Top-Priorität oder gehyptes Phänomen: Welche Rolle spielt das Thema Mobile in den Unternehmen?"

 

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