10.07.2013 - 13:49

Social Media Excellence: Sieben Schritte zum Social Media Hub

Der klassische Newsroom hat in Zeiten von Social Media eine neue Qualität erlangt. Statt statische Inhalte und Dokumente auf einer Presseseite bereitzustellen, entwickelt sich der moderne Newsroom zunehmend zum digitalen Gravitationszentrum, auf dem Owned, Earned und Paid Content - auf Deutsch: selbst produzierte, Nutzer-generierte und bezahlte Inhalte - intelligent gewonnen, gebündelt und verbreitet werden. Zielgruppe des Social Media Newsrooms sind zukunftsorientierte Journalisten, Meinungsführer sowie insbesondere auch die interessierte Öffentlichkeit im Social Web. Ein Gastbeitrag von Prof. Gr. Peter Gentsch.

Peter Gentsch

"Die Anforderung an einen modernen Social Media Newsroom besteht darin, sich weg von einem geschlossenen Newsroom hin zu einem offenen 'Social' Newsroom zu bewegen, der dem Social Media Paradigma des Crowdsourcing folgt. Er ist somit eine Echtzeit-Quelle für Recherchen, Verifikationen und Materialsuche zum Unternehmen und den Themenfeldern, für die das jeweilige Unternehmen und seine Marken stehen", weiß Peter Gentsch, Seiner Meinung nach sollte es das Ziel sein, mittels Newsroom die Glaubwürdigkeit des Unternehmens zu untermauern und weiter auszubauen. Voraussetzung dafür ist ein professionelles Social Media Content Management, welches Monitoring, Agenda Setting und Analyse in einem Tool zusammenbringt.

Peter Gentsch ist Inhaber des Lehrstuhls für CRM der Albert Berner-Stiftung. Als Gründer der BIG Social Media GmbH hat er selbst maßgeschneiderte Newsroom-Konzepte für namhafte Unternehmen konzipiert und umgesetzt. In seiner Funktion als Initiator des Social Media Excellence Circle, welcher sich Wissensaustausch und die Entwicklung neuer Lösungsansätze im Social Media Management als Ziel gesetzt hat, gibt er sieben Empfehlungen, was für die Umsetzung eines intelligenten Social Media Hub wichtig ist.

1. Professionelles Monitoring

Um Strömungen wahrzunehmen, Trends zu erkennen und mitreden zu können, ist es essenziell, relevante Themen zu finden und sie sinnvoll zu filtern. Hilfreich dabei ist ein individuell und technisch speziell an das Unternehmen angepasstes Monitoring, welches intelligentes Aufspüren und Filtern von unternehmensrelevanten Inhalten für den Online-Newsroom ermöglicht. So laufen mit einem entsprechenden Monitoring-Tool Beiträge aus anderen Social Media Kanälen in den Newsroom ein, neben den eigenen Beiträgen werden auch ausgewählte Beiträge anderer Nutzer angezeigt und können über das Suchfeld gezielt gefunden werden.

2. Content Curation

Für die Verbreitung von Inhalten ist vor allem auch der Zeitpunkt der Verbreitung wichtig. Durch einen intelligenten Newsroom hat man nicht nur die Möglichkeit, die eigenen Inhalte zu kuratieren, sondern auch Fremdinhalte, die für das eigene Unternehmen von Bedeutung sind, zu einem gewünschten Zeitpunkt zu spielen. Durch ein vereinfachtes Workflow kann der Nutzer zudem durch einfaches Drag & Drop Texte, Bilder und Videos schnell zusammenstellen.

3. Agenda Setting

Neben dem Beobachten von Trends und dem Mitreden bei unternehmensrelevanten Inhalten, ist es vor allem wichtig eine Agenda für die eigenen Kernaussagen zu setzen. Nur wer seine eigenen relevanten Inhalte im Netz verbreitet, wird selbst zum Gatekeeper für einen spezifischen Themenkreis. Durch einen interessanten Mix aus selbst produzierten und Nutzer-generierten Inhalten besetzt man dadurch Themen im "360 Grad-Modus", das heißt, man bietet die richtigen Inhalte für die richtige Zielgruppe im richtigen Kanal und schafft so einen wirklichen Mehrwert für seine Leser. Daneben ist es wichtig, sogenannte "White Spots" zu ermitteln, also Fremdinhalte zu bestimmten, Fragestellungen zu beobachten und zu analysieren, und somit herauszufinden, wo man sich mit dem eigenen Unternehmen noch positionieren muss.

4. Exception Setting

Dank eines intelligenten Monitoring lässt sich zudem ermitteln, welche unternehmensrelevanten Inhalte häufig im Netz besprochen werden und sich viral besonders gut verbreiten. So kann man beispielsweise themenspezifische Alerts setzen, die darüber informieren, wenn bestimmte Neuigkeiten ein hohes Resonanzaufkommen hervorrufen. Dies wiederum ermöglicht ganz gezielt bestimmte Bereiche zu beobachten, auf diese einzugehen und wichtige Meinungsführer heraus zu filtern.

5. Reichweite aufbauen

Mit gezieltem Content-Marketing wird das eigene Profil geschärft, um in der Außenkommunikation als interessantes, trendbewusstes und integeres Unternehmen wahrgenommen zu werden. Wer seine Reputation verstärken will, kommt deshalb nicht umhin, Inhalte selbst zu produzieren und zu streuen - Virabillity is the key. Ein Newsroom bietet hierfür eine ideale Grundlage. Indem man seine eigenen Themen und Inhalte gebündelt in den Newsroom spielt, schafft man eine Plattform mit interessanten und aktuellen Beiträgen, welche von Usern auf ihren jeweiligen Social Media Profilen geteilt werden können.

6. SEO

Social Communities verhelfen zu einem SEO-Boost, da Google, Bing und Co. hohe Teilungsraten auf Social Media Plattformen als "Social Signs" in den Bewertungs-Algorithmus einfließen lassen. Die eigenen Online-Känale wie Firmen-Microblogs, Facebook oder Twitter sollten deshalb ebenfalls mit dem Newsroom verlinkt werden. Ziel ist es, die wichtigen Inbound-Links, sprich die eingehenden Links auf oder von einem Webdokument, innerhalb des Newsroom zu generieren, die essentiell für die Suchmaschinen sind.

7. BIG Picture

Neben den üblichen Funktionen können zudem Social Media Metriken in den Newsroom integriert werden, welche die Conversion, Reichweite und Viralität der bespielten Themen messen, diese Erkenntnisse beim eigenen Agenda Setting anpassen und somit direkte Erkenntnisse für das Unternehmen liefern. Mithilfe der BIG Screen Technologie werden zudem Trend- und Tonalitätsanalysen durchgeführt und über diese und weitere definierte Suchtermen automatisiert vorab Beiträge ausgewählten Bezugsgruppen und relevanten Journalisten vorgeschlagen. Diese können dann bequem über ein Dialogfeld Beiträge direkt im Newsroom veröffentlichen, welche wiederum auf ihre Performance hin gemessen werden können.


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Ressort: Expertenbeitrag, Social Media
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